Österreich

Erstellt am 10. Januar 2019, 15:52

von Melanie Baumgartner

Schneemassen für heimisches Wild eine Bedrohung. Der anhaltende Schneefall setzt die heimischen Wildtiere zunehmend unter Druck. Vor allem die Fortbewegung im tiefen Schnee verlangt den Tieren viel Energie ab.

Die Fortbewegung im tiefen Schnee ist eine hohe Belastung für Wildtiere wie den Rothirsch, die daher vor allem jetzt ausreichend Äsung und Ruhe brauchen.  |  Michael Breuer

Der Niederösterreichische Landesjagdverband (NÖLJV) warnt: Je mehr Schnee fällt, desto weniger Äsung steht für die besonders im Winter empfindlichen Wildtiere bereit. Gleichzeitig ist für die Fortbewegung im tiefen Schnee mehr Energie notwendig.

„Die Jäger sind daher aktuell im Hocheinsatz, um selbst unter widrigsten Verhältnissen die Futterplätze regelmäßig aufzusuchen, zu kontrollieren und mit frischem Futter zu versehen. Denn vor allem in Zeiten massiven Schneefalls und damit des Wegfalls von Äsung ist eine Fütterung zum Schutz der Wildtiere dringend notwendig“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. „Das ist im Sinne der Weidgerechtigkeit für Jäger selbstverständlich, gleichzeitig ist die Fütterung in Notzeiten durch das Jagdgesetz verpflichtend. Die derzeitigen Verhältnisse sollen auch eine Mahnung an alle Fütterungskritiker sein.“

Wälder möglichst meiden und Wege nicht verlassen

Der Niederösterreichische Landesjagdverband bittet daher auch die Bevölkerung, die Wälder möglichst zu meiden und die Lebensräume des Wildes zu respektieren.

„Wenn die Wildtiere aus den Einständen flüchten müssen, brauchen sie viel Energie. In den Schneemassen können sie sich zudem in die Erschöpfung hetzen und verenden. Wir bitten die Bevölkerung daher, die Wege nicht zu verlassen, um eine Beunruhigung des Wildes zu vermeiden“, so Landesjägermeister Pröll.