An 800 Orten in NÖ wird getestet. Ob sie mit dem Corona-Virus infiziert sind, erfahren Niederösterreicher am 12. und 13. Dezember.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 02. Dezember 2020 (00:16)
Besprachen die Aktion: Alfred Riedl, Stephan Pernkopf, Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Königsberger-Ludwig und Rupert Dworak.
Shutterstock.com/Michel Bednarek

Kommendes Wochenende fällt der Startschuss für die Massentestungen in Niederösterreich. In einer ersten Pilotphase werden die Pädagoginnen und Pädagogen am 5. und 6. Dezember an 29 Standorten in NÖ getestet. Ebenso Menschen in sozialen Berufen. Dann folgen Testungen für die Polizei. Die breite Masse der Bevölkerung wird am 12. und 13. Dezember zu den Teststationen gebeten.

Der Aufwand für die Aktion ist riesig: Bis zu 800 Test-Standorte sollen in Niederösterreich eingerichtet werden. Ausgewählt werden dafür große Hallen und Säle. Beispiele sind das VAZ St. Pölten oder die Österreichhalle Krems. „Rund 15.000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Einsatz sein“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Abwickeln werden die Testungen die Gemeinden – mit der Hilfe der Feuerwehren, des Zivilschutzverbandes, dem Roten Kreuz sowie dem Arbeitersamariterbund. Die Logistik übernimmt das Bundesheer.

Besprachen die Aktion: Alfred Riedl, Stephan Pernkopf, Johanna Mikl-Leitner, Ulrike Königsberger-Ludwig und Rupert Dworak.
NLK/Filzwieser

Das Angebot richtet sich an alle Menschen ab sechs Jahren, „möglichst wohnortnah und natürlich freiwillig“, wie Pernkopf betont. Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) sieht in den Massentestungen „eine wichtige Ergänzung für die Teststrategie“, da man so einen guten Einblick in das Infektionsgeschehen erhalte und hochinfektiöse, aber asymptomatische Menschen herauspicken könne.

Das Test-Ergebnis gibt es digital

Dass sich bei den Tests Menschenansammlungen bilden und die Übertragung des Virus erst recht begünstigt wird, will man verhindern. Termine sollen daher online vereinbart werden. Zudem sollen alle schnellstmöglich den Testort wieder verlassen. Über das Ergebnis werden die Niederösterreicher digital verständigt. Bei allen Antigentest-Positiven soll noch am selben Tag ein PCR-Test durchgeführt werden – in einer eigens dafür vorgesehenen Teststraße.

Am Contact Tracing will man in NÖ festhalten. „Aus epidemiologischer Sicht leistet das einen wesentlichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Wir sind in NÖ damit sehr erfolgreich“, sagt Königsberger-Ludwig.

Für den Beginn des neuen Jahres wurde bereits ein zweiter Massentest im ganzen Land angekündigt. Der genaue Termin stehe jedoch noch nicht fest, heißt es aus dem NÖ-Sanitätsstab.