Strom und Wasser. Im letzten Teil unserer Serie mit dem NÖ Zivilschutzverband geben wir noch einen Tipp zum Thema Blackout: Was ist nötig, um für einen flächendeckenden Stromausfall gerüstet zu sein?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Februar 2021 (08:24)
Ein Notstromaggregat kann helfen, die stromlose Zeit zu überbrücken. Allerdings muss dafür Treibstoff eingelagert werden.
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Teil 5: Strom und Wasser

Wer im Falle eines Blackouts wirklich auf Nummer sicher gehen will und etwa bei der Energieversorgung oder dem Trinkwasser möglichst unabhängig sein möchte, braucht einerseits genug Platz und muss andererseits etwas Geld investieren. Es zahlt sich aber jedenfalls aus, einmal über Notstromaggregat, Photovoltaik und Wasserkanister nachzudenken.

Notstromaggregat. Damit bei einem Blackout in wichtigen Gebäuden trotzdem Strom fließt, sind viele Krankenhäuser oder Feuerwehren mit einem Notstromaggregat ausgerüstet. Auch für Privathäuser ist so ein Aggregat eine Option. Kochplatte, Radio, Licht oder ein Heizstrahler lassen sich einzeln damit betreiben. Aber: „Bei diesen Aggregaten müssen Sie die Stromverbraucher direkt am Gerät anstecken. Wenn Sie also Kochplatte oder Kühlschrank damit versorgen wollen, dann geht das nicht in der Küche. Wenn Sie den Strom ins Hausnetz einspeisen wollen, muss das unbedingt durch eine Elektrofirma installiert werden“, sagt NÖZSV-Experte Bernd Buric. In diesem Fall sollten Sie auch vorher überlegen, welche Geräte gleichzeitig laufen könnten, damit das Aggregat auch genug Leistung hat. „Denken Sie auch daran, dass Sie den Treibstoff für das Gerät sicher lagern müssen, denn ohne genügend Treibstoff läuft das beste Gerät nicht lange“, so Buric. Dabei sollten Sie nicht nur die sichere Lagerung beachten, sondern auch daran denken, dass Treibstoff nicht unbegrenzt haltbar ist.

Photovoltaik. Strom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage macht vom Netz unabhängig, hört man immer wieder. Das stimmt allerdings nur bedingt. Denn die meisten Photovoltaikanlagen versorgen nicht das Haus, sondern speisen ins Netz ein. Eine unabhängige Insellösung braucht – vereinfacht gesagt – einen großen Akku. Aus dem beziehen Lampen, Heizung und Co. den Strom. So lässt sich ein Stromausfall eine Zeit lang überbrücken, bei einem echten Blackout wird der Akku aber vermutlich irgendwann leer. Denn um ihn wirklich tagsüber vollzuladen, braucht es eine sehr große Fläche an Solarzellen.

Trinkwasser. Bleibt noch das Trinkwasser. Wenn der Keller groß genug ist, macht es jedenfalls Sinn, genügend Wasser in Kanistern einzulagern. Die Faustregel dabei: 2 Liter pro Person und Tag. Damit es auch nach längerer Lagerung noch trinkbar ist, machen Sie es mit am besten mit speziellen Tabletten oder Zusätzen haltbar. Auch hier gilt dieselbe Regel wie beim Lebensmittelvorrat: immer wieder verbrauchen und erneuern, damit vermeiden Sie, dass es verdirbt. Wenn Sie das gelagerte Wasser nicht immer trinken wollen, können Sie es etwa zum Blumengießen oder für die WC-Spülung verwenden.