Pensionen: Wichtige Werte ab 2022

Mit Jahresbeginn 2022 werden im Bereich der Pensionen verschiedene Werte und Beträge angepasst und das Pflegegeld valorisiert.

Erstellt am 08. Januar 2022 | 05:14
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Andrey Popov/Shutterstock.com

1) Pensionsanpassung 2022:

Hinsichtlich der Pensionserhöhung wurde mit dem Pensionsanpassungsgesetz (PAG 2022) Folgendes geregelt und festgelegt:

a) Erhöhung um 3,0 Prozent , wenn das Gesamtpensionseinkommen brutto nicht mehr als 1.000 Euro monatlich beträgt.

b) Erhöhung zwischen 3,0 und 1,8 Prozent linear absinkend , wenn das Gesamtpensionseinkommen brutto zwischen 1.000,01 und 1.300 Euro monatlich beträgt.

c) Erhöhung um 1,8 Prozent , wenn das Gesamtpensionseinkommen brutto über 1.300 Euro monatlich beträgt.

Das Gesamtpensionseinkommen einer Person ist die Summe all ihrer Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, auf die nach den am 31. Dezember 2021 in Geltung gestandenen Vorschriften Anspruch bestand, jedoch vor Anwendung von Ruhens- und Wegfallsbestimmungen.

Bei der Feststellung des Gesamtpensionseinkommens bleiben aber Kinderzuschüsse, die Ausgleichszulage, ein AZ-Bonus bzw. Pensionsbonus, bis 31. Dezember 2021 befristete Pensionen, Pensionen, die aufgrund der Aliquotierungsvorschriften nicht anzupassen sind (Stichtage 1. November 2021 und 1. Dezember 2021) und Hinterbliebenenpensionen mit Auszahlungsbetrag Null außer Betracht.

Bezieht eine Person zwei oder mehrere Pensionen aus der gesetzlichen Pensionsversicherung, die zum Gesamtpensionseinkommen zählen, so ist der Erhöhungsbetrag auf die einzelne Pension im Verhältnis der Pensionen zueinander aufzuteilen.

Dabei ist jener Anteil, der einer aliquoten Anpassung unterliegt, gesondert zu bewerten.

Als Teil des Gesamtpensionseinkommens gelten auch alle Leistungen, die vom Sonderpensionsbegrenzungsgesetz erfasst sind, sowie Ruhe- und Versorgungsbezüge nach dem Bundestheater- bzw. Bundesbahnpensionsgesetz, wenn diese Leistungen im Dezember 2021 gebühren und der Pensionsanpassung unterliegen.

2) Ausgleichszulagenrichtsätze:

Für das Kalenderjahr 2022 sind derzeit geltenden Richtsätze mit dem Faktor 1,030 zu vervielfachen (das heißt: Erhöhung um drei Prozent ).

Richtsätze im Überblick:

– Einzelrichtsatz: 1.030,49 Euro

– Grenzwerte für AZ-Bonus dazu :

Bei 30 Erwerbsjahren: 1.141,83 Euro,

Bei 40 Erwerbsjahren 1.364,11 Euro

– Familienrichtsatz: 1.625,71 Euro

– Grenzwert für AZ-Bonus bei 40 Erwerbsjahren: 1.841,29 Euro

– Richtsatzerhöhung für jedes Kind: 159 Euro

– Waise einfach verwaist bis 24 Jahre: 379,02 Euro

Waise einfach verwaist über 24 Jahre: 673,53 Euro

– Waise doppelt verwaist bis 24 Jahre: 569,11 Euro

– Waise doppelt verwaist über 24 Jahre: 1.030,49 Euro

3) Pflegegeldvalorisierung:

Die Beträge des Pflege- geldes werden ab 1. Jänner 2022 auf folgende Werte er- höht:

– Stufe 1: 165,40 Euro

– Stufe 2: 305,00 Euro

– Stufe 3: 475,20 Euro

– Stufe 4: 712,70 Euro

– Stufe 5: 968,10 Euro

– Stufe 6: 1.351,80 Euro

– Stufe 7: 1.776,50 Euro

4) Kostenbeiträge bei Heilverfahren (Kur/Reha):

– Täglich 9,09 Euro bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.030,49 bis 1.611,87 Euro

– Täglich 15,58 Euro bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.611,88 Euro bis 2.193,26 Euro

– Täglich 22,08 Euro bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 2.193,26 Euro

5) Weitere wichtige Werte ab 2022:

Monatliche Höchstbeitragsgrundlage:

– 5.670 Euro (14-mal pro Jahr) für die Arbeitnehmer

– 6.615 Euro (zwölfmal pro Jahr) für die Selbstständigen und Bauern

Monatliche Geringfügigkeitsgrenze: 485,85 Euro

Grenzbetrag für den Erhöhungsprozentsatz bei Witwen- und Witwerpension:

– Für Stichtage vor 1. Oktober 2000: 1.777,18 Euro

– Für Stichtage ab 1. Oktober 2000: 2.098,74 Euro