Bootsunfall am Wörthersee: Gericht bestätigte Urteil. Das Oberlandesgericht Graz hat am Dienstag in der Berufungsverhandlung nach einem tödlichen Bootsunfall am Wörthersee das Urteil gegen den 46-jährigen Medienmanager aus Niederösterreich inhaltlich bestätigt.

Von Redaktion, APA und NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Juli 2019 (10:51)
APA (Archiv)
Unbedingte Haftstrafe geringfügig heruntergesetzt

Der Mann wurde 2018 in Klagenfurt wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Wegen der langen Verfahrensdauer setzte das OLG Graz die unbedingte Haftstrafe allerdings von zehn auf neuneinhalb Monate herunter.

Der Niederösterreicher hatte von Anfang an auf nicht schuldig plädiert und das Urteil des Erstgerichts in Klagenfurt bekämpft. Er soll laut Urteil alkoholisiert das Motorboot in Kärnten 2017 gelenkt und dabei mit einem riskanten Manöver einen Unfall verschuldet haben. Dabei wurde sein gleichaltriger Freund, ebenfalls aus Niederösterreich, über Bord geschleudert. Der Mann geriet unter Wasser mit dem Kopf in die Schiffsschraube, seine Leiche wurde am Tag darauf von Tauchern aus 30 Meter Tiefe geborgen.

Die Strafe muss der nunmehr Verurteilte nicht sofort antreten, es werden dafür Fristen eingeräumt. Nachdem alle Voraussetzungen für eine Fußfessel erfüllt sind – die zu verbüßende Strafzeit liegt unter 12 Monaten, der Verurteilte verfügt über Unterkunft, Beschäftigung und Einkommen – kann ein elektronisch überwachter Hausarrest beantragt werden. Der Antrag muss bei der zuständigen Justizanstalt gestellt werden, die Entscheidung darüber liegt beim Leiter der Justizanstalt.

Eine Berufung gegen das Urteil ist in Österreich nicht mehr möglich.