ELKOS-Probebetrieb startet im Mostviertel. ELKOS, das bundesweit einheitliche Einsatzleit- und Kommunikationssystem der Polizei, läuft derzeit im Probebetrieb. Dabei werden die derzeit neun Landesleitzentralen und 90 Bezirks- und Stadtleitstellen auf neun Landesleitzentralen zusammengeführt.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 16. Juli 2019 (13:08)
Ernst Weingartner
Symbolbild.

In der Steiermark gab es bereits einen Probebetrieb. Seit heute, 16. Juli läuft der Probebetrieb auch im Mostviertel.

Im Oktober 2017 hatte der damalige Innenminister Wolfgang Sobotka das Projekt präsentiert: "Mit ELKOS wird die Einsatzsteuerung erleichtert und so die Effizienz der Notrufbearbeitung gesteigert. Die Polizei wird künftig noch schneller beim Bürger sein", sagte Sobotka damals.

Die Einführung dieses zentrales Einsatzleit- und Kommunikationssystems erfolgt bundesweit für die österreichische Sicherheitsexekutive – Auftraggeber ist dafür das Bundesministerium für Inneres (BMI) – sowie für die Feuerwehrorganisationen in Niederösterreich, Auftraggeber ist hier das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung.

Verzögerter Startschuss

Eigentlich sollte ELKOS schon zu Anfang dieses Jahres auf alle Bundesländer ausgerollt werden, das Projekt hat sich aber verzögert. Nach dem Probebetrieb in der Steiermark läuft ELKOS ab 16. Juli 2019 probeweise auch im Mostviertel. Über den Sommer will die Polizei die Funktionalität testen, sollte alles klappen, wird ELKOS im Herbst auf das ganze Bundesland ausgerollt, so Raimund Schwaigerlehner von der Landespolizeidirektion NÖ. 

Für den Bürger hat ELKOS vor allem den Sinn, dass es eine einheitliche Schnittstelle der Polizei mit anderen Einsatzorganisationen darstellt. Im Falle eines Notrufs müssen daher Daten nur einmal bekannt gegeben werden. Wenn Anrufer später zu einem anderen Notruf weiterverbunden werden, werden auch die Daten automatisiert weitergegeben. Parallele Einsätze und doppelte Datenerfassung werden so vermieden, die Rettungskette kann schneller in Gang gesetzt werden.