Wien

Erstellt am 12. Juni 2018, 11:51

von NÖN Redaktion

47.000 Kicker verletzten sich 2017. Fußball ist zweitgefährlichste Sportart nach Skifahren in Österreich. 

Symbolbild  |  Michael Salzer

Bei vielen Fußballfans löst die am Donnerstag dieser Woche beginnende Fußball-WM in Russland Vorfreude aus. Wer selbst kickt, nimmt hingegen ein hohes Verletzungsrisiko in Kauf. 

Pro Tag landen durchschnittlich 28 Personen nach einem Fußball-Match im Spital, Hobbykicker genauso wie Vereinsspieler. Fußball ist damit nach dem Skifahren die zweitgefährlichste Breitensportart. Für rund 8 Prozent aller Spieler endet die Jagd nach dem runden Leder im Laufe eines Jahres mit einer erheblichen Verletzung.

Diese Zahlen nennt die Allianz-Versicherung.  Die staatliche Unfallversicherung greift bei Freizeitunfällen dieser Art nicht genug, warnt Silke Zettl, Versicherungsexpertin der Allianz. Ohne private Unfallversicherung könnten massive finanzielle Belastungen für Betroffene folgen.

Anstieg der Verletzungen beim Kicken um ein Viertel

46.900 Österreicher verletzten sich laut Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im vergangenen Jahr beim Kicken so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Lauf der letzten drei Jahre stieg diese Zahl um fast ein Viertel. 

Neun von zehn verletzten Fußballern erwischt es an den Beinen

90 Prozent aller Verletzungen betreffen den Bewegungsapparat, naturgemäß überwiegend die Beine. Muskel-, Bänder- und Sehnenverletzungen passieren laut Statistik am häufigsten, gefolgt von Knochenbrüchen und Prellungen. Auch Kopfverletzungen nahmen in den letzten Jahren deutlich zu und liegen bereits bei etwa fünf Prozent.