B.1.351-Fälle im Bezirk Tulln, Bruck & Amstetten . Der NÖ-Sanitätsstab berichtet am Freitag von insgesamt drei neuen Fällen der südafrikanischen Virusmutante: Je eine Person im Bezirk Amstetten, Bruck a. d. Leitha und Tulln wurden positiv auf die Mutation sequenziert.

Von Norbert Oberndorfer, Peter Führer und APA . Update am 26. Februar 2021 (23:08)
Symbolbild: Shutterstock/Jarun Ontakrai
 
Shutterstock/Jarun Ontakrai

Bereits gestern Nachmittag wurden zwei weitere Personen in Niederösterreich positiv auf die südafrikanische Corona-Virus-Variante getestet: Bei einer Person im Bezirk Amstetten und auch im Bezirk Bruck wurde die Mutante B.1.351 sequenziert.  

Laut Angaben des NÖ-Sanitätsstab gebe es keinen Zusammenhang zwischen den  Fällen. Wie es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig heißt, wurden auch alle gesundheitsbehördlichen Schritte eingeleitet. Über das Contact Tracing seien bereits deren Kontakte vollständig abgesondert worden. Darüber hinaus wurden keine weitere Maßnahmen ergriffen, da laut Informationen des Sanitätsstab "keine weitere Gefahr" von den Fällen ausgeht und die Situation unter Kontrolle sei.

Neuer Fall im Bezirk Tulln aufgetaucht

Die jüngste bekannt gewordene Infektion ist die eines Mannes aus dem Bezirk Tulln. Dieser habe zuletzt keine Auslandsreisen getätigt, sagte ein Sprecher von Königsberger-Ludwig am Freitagabend zur APA. Wie auch der ORF Niederösterreich und die "Kronen Zeitung" berichteten, war das Contact Tracing im Gange.

Zu den mittlerweile unter Quarantäne stehenden Kontaktpersonen des Betroffenen gehört auch ein Kind, das eine Volksschule in einem Nachbarbezirk von Tulln besucht. Die Klassenkameraden wurden ebenfalls abgesondert. Die übrigen Schüler der Bildungseinrichtung können sich Corona-Tests auf freiwilliger Basis unterziehen.

Amstetten: Ansteckung vermutlich während Berufsreise

Laut Bezirkshauptmannschaft Amstetten dürfte sich die an der südafrikanischen Corona-Variante B.1.351 erkrankte Person das Virus bei einer Berufsreise eingefangen haben.

„Wir sind in enger Abstimmung mit dem Landessanitätsstab. Der Erkrankte weist normale Symptome einer Covid-Infektion auf. Er ist sehr kooperativ. Das gilt auch für alle Kontaktpersonen, bei denen es sich hauptsächlich um Haushaltsangehörige handelt“, sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer. Man habe die mögliche Infektionskette gut eingrenzen können, ein unkontrollierte Verästelung sei daher nicht zu befürchten. Es würden im Umfeld des Erkrankten nun aber auch noch die Tests intensiviert und auch weiter zurückliegende Kontakte angeschaut.