Dienstag bis zu 38 Grad im Osten. Die 37,5 Grad als höchste Temperatur des Jahres 2021 in Bad Deutsch-Altenburg könnten morgen bereits schon wieder Geschichte sein. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) sind am Dienstag im Vorfeld eines Höhentiefs im Osten nämlich vereinzelt bis zu 38 Grad zu erwarten.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 12. Juli 2021 (09:31)
Die Sonne kennt derzeit kein Erbarmen
Die Sonne kennt derzeit kein Erbarmen
APA (dpa)

In den darauf folgenden Tagen geht es in der Osthälfte sommerlich warm und freundlich weiter, im Westen sorgt die deutlich frischere Luft in Kombination mit wiederholtem Nass von oben für einen eher herbstlichen Touch.

Schon wieder heißester Tag des Jahres?

Mit 37,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde am vergangenen Donnerstag die bislang höchste Temperatur des Jahres gemessen, dieser Wert könnte bereits morgen wieder der Vergangenheit angehören. Im Vorfeld eines Höhentiefs über Frankreich erreichen uns nämlich extrem heiße Luftmassen von der Iberischen Halbinsel. „Die Hotspots dürften recht ähnlich wie vergangene Woche das Flachland Niederösterreichs, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark sein“, so Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte um 35 Grad in Sicht, punktuell gehen sich aber auch 37 oder sogar 38 Grad aus.“

Höchstwerte_Dienstag
UBIMET

Heftige Gewitter aus Weste

Im Westen des Landes ist am Dienstag von Hochsommerhitze keine Spur, in Vorarlberg etwa verharren die Temperaturen meist sogar unter der 20-Grad-Marke. Im Übergangsbereich von der kühlen zur sehr heißen Luft kündigen sich im Laufe des Tages zudem heftige Gewitter an! Schon am Vormittag gehen in Nordtirol erste Gewitter nieder, Unwetterpotential ist hier aber noch nicht gegeben. „Am Nachmittag und Abend steigt dann auch vom Kaisergebirge bis zum Mühl- und Waldviertel die Gewitterneigung deutlich an, wobei in diesem Streifen mit Sturmböen und großem Hagel gerechnet werden muss“, warnt der Meteorologe. „Auch nach Osttirol und Oberkärnten ziehen von Italien her ein paar kräftige Gewitter. Weiter nach Osten zu passiert außer brütender Hitze dagegen gewittertechnisch nichts.“

Höhentief sorgt für Zweiteilung

Das bereits erwähnte Höhentief nistet sich von Mittwoch bis einschließlich Freitag im Umfeld des Alpenraums ein und sorgt für eine Zweiteilung des Landes. „Natürlich sind die genauen Prognosen bei einem solchen Höhentief noch mit Unsicherheiten behaftet“, sagt Spatzierer. „Stand jetzt fällt aber in Vorarlberg und Tirol wiederholt Regen, hier kommen bis zum Wochenende lokal größere Regenmengen zusammen und die Temperaturen steigen nur auf wenig sommerliche 16 bis 22 Grad.“ Deutlich wetterbegünstigt ist in den nächsten Tagen definitiv die Osthälfte, abgesehen von ein paar Schauern und Gewittern scheint öfter die Sonne und mit meist 25 bis 30 Grad bleibt es auch sommerlich warm.

Erst am Wochenende selbst verabschiedet sich das Höhentief Richtung Balkan, wodurch sich die konträren Wetter- und Temperaturbedingungen zwischen West und Ost allmählich angleichen.