St. Pölten

Erstellt am 12. Juli 2018, 12:58

von Martin Möser

Wasserrettung: Anstieg der Einsätze . Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen kommt es immer häufiger zu Einsätzen, als Grund dafür nennt Präsident der Wasserrettung Markus Schimböck, den veränderten Freizeittrend. Oftmals werden die Gefahren von Freigewässern, insbesondere des Fließwassers, unterschätzt. 

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und niederösterreichischer Wasserettungs-Präsident Markus Schimböck ziehen Bilanz zum Vorjahr.  |  Herbert Käfer

Am Stützpunkt der Wasserrettung am Ratzersdorfer See in St. Pölten gaben Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Markus Schimböck, Präsident der Wasserrettung Niederösterreich, einen Ausblick auf aktuelle Entwicklungen der Wasserrettung und zogen Bilanz über das vergangene Jahr.

Die Wasserrettung NÖ musste im Vorjahr zu insgesamt 559 Einsätzen ausrücken, das seien um etwa sechs Prozent mehr als 2016. Im Schnitt käme jährlich für etwa zehn Menschen die lebensrettende Hilfe in letzter Sekunde, so der Präsident der niederösterreichischen Wasserrettung.

Rund 51.500 Einsatzstunden im Jahr 2017 wurden von 460 ehrenamtlichen Mitgliedern der Wasserrettung NÖ abgeleistet. Die Wasserrettung ist mittlerweile über den 144- Notruf alarmierbar und bisher in die Rettungskette St. Pölten/NÖ-Zentral, Ybbs/Donau, Waidhofen/Ybbs, Allentsteig, Krems und Tulln eingegliedert. Pottendorf/Südstadt steht unmittelbar davor eingebunden zu werden.

Ausbildung wird immer wichtiger

Eine große Verantwortung sieht Königsberger-Ludwig auch im Bereich der Ausbildung, damit auch weiterhin Menschenleben im Ernstfall gerettet werden können, so konnte die Wasserrettung NÖ ca. 25.000 Ausbildungsstunden im Jahr 2017 verzeichnen. Ein ganz essentieller Bestandteil davon ist die Jugendarbeit, dort habe man in etwa 9.000 Stunden absolviert. Außerdem wurde auch erstmalig ein Jugendlager abgehalten, dieses habe man auch heuer durchgeführt und wird auch in den kommenden Jahren stattfinden, so Wasserrettungs-Präsident Markus Schimböck.

Neues Budget

Weiters ist es heuer gelungen, im Budget des Landes Niederösterreich einen eigenen Posten für die Wasserrettung mit 60.000 Euro festzusetzen, informierte  Landesrätin Königsberger-Ludwig. Dieser Fördervertrag der mit dem Land geschlossen wurde, wird dafür verwendet um die laufenden Kosten zu decken, bedankt sich Wasserrettungs-Präsident Markus Schimböck.