Viele Niederösterreicher liegen mit grippalen Infekten flach

13 bei der ÖGK versicherte Landsleute sind zurzeit wegen Grippe im Krankenstand. Über 10.000 Landsleute plagen Schnupfen, Husten, Kopf- oder Halsweh. Nachfrage nach Influenza-Impfung ist heuer höher als sonst.

Erstellt am 22. Oktober 2021 | 10:05
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Foto: siamionau pavel, Shutterstock.com

Rinnende Nase, Husten, Halsschmerzen: Damit kämpfen zurzeit zahlreiche Niederösterreicher. In der vergangenen Woche waren alleine bei der ÖGK in NÖ über 10.000 Menschen wegen Grippe und grippalen Infekten als arbeitsunfähig gemeldet. Das ist über ein Fünftel der gesamten Krankenstände und wesentlich mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres, wo es noch strengere Corona-Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen gab. Die Zahlen, in denen Kinder, Pensionisten und anderswo Versicherte nicht berücksichtigt sind, zeigen jedoch, dass die grippalen Infekte klar dominieren: Die „echte“ Grippe (Influenza) fesselt zurzeit 13 bei der ÖGK versicherte Personen ans Bett.

In der offiziellen Grippe-Statistik, auf die sich auch die Ärztekammer beruft, scheinen noch gar keine aktiven Influenza-Fälle auf. Der Grund, warum die 13 aktuellen Grippekranken dort nicht hineinfallen, ist, dass bei ihnen kein Bluttest gemacht wurde, der die Influenza bestätigt. Die Grippe wurde in ihren Fällen von niedergelassenen Ärzten anhand der Symptome diagnostiziert.

Wie unterscheiden sich Grippe und ein grippaler Infekt?

Erste Hinweise, ob man einen grippalen Infekt oder Grippe hat, bieten schon die Symptome: „Influenza beginnt blitzartig mit Gliederschmerzen und Fieber und extreme Krankheitsgefühl. Ein grippaler Infekt fängt meistens mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten an und steigert sich langsam. Auch das Fieber bleibt moderat“, erklärt Allgemeinmediziner Max Wudy von der NÖ-Ärztekammer.

Influenza-Welle beginnt normalerweise im Dezember oder Jänner

Bis die Influenza sich stärker ausbreitet, wird es aus der Sicht von Max Wudy von der NÖ-Ärztekammer noch einige Wochen dauern. Dass es heuer eine Welle geben wird, ist aus Sicht von NÖ-Apothekerkammer-Präsident Peter Gonda fix. Für gewöhnlich beginnt sie in Österreich Ende Dezember oder überhaupt erst im Jänner. 

Grippe-Impfung wird ab Ende Oktober bis Mitte November empfohlen

Die Impfung, die von Medizinern aufgrund der Corona-Situation besonders empfohlen wird, hat bereits begonnen. Empfohlen wird sie ab Ende Oktober bis Mitte November. Viele Menschen sind damit heuer früher dran. Auch die Nachfrage sei höher, heißt es aus der Apothekerkammer. "Ich selbst habe mich auch schon am Mittwoch impfen lassen", sagt Gonda.