Hitze setzt sich fort, das Gewitter-Risiko steigt. Hoch DETLEF hat uns die Hitze gebracht und in der neuen Woche sorgt Hoch EMIL für den Fortbestand des hochsommerlichen Wetters. Allerdings nimmt die Gewitterneigung zu und nach Angaben der Wetterexperten der Österreichischen Unwetterzentrale sind vor allem am Dienstag und Mittwoch verbreitet Hitzegewitter zu erwarten, die punktuell für große Regenmengen sorgen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 09. August 2020 (11:07)
Symbolbild
APA (dpa/Symbolbild)

Hoch DETLEF brachte in den vergangenen Tagen den Hochsommer zurück und sorgte für ein heißes und trockenes Wochenende. Nun schwächelt aber das Hoch und wird aber von einem neuen Hoch namens EMIL abgelöst. Dabei liegt EMIL mit seinem Zentrum über Skandinavien und steuert zu Beginn der Woche zunehmend feucht-labile Luft aus Nordosten nach Österreich.

„Somit nimmt die Gewittergefahr in den kommenden Tagen zu, vor allem am Dienstag sind auch im Flachland ein paar Gewitter zu erwarten“, prognostiziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. In der zweiten Wochenhälfte liegt der Alpenraum dann an der Vorderseite eines Tiefs über Westeuropa. Somit bleibt es heiß, aber auch gewitteranfällig.

Am Montag heiß und nur lokale Gewitter

Am Montag setzt sich das heiße und durchwegs sonnige Sommerwetter weitgehend fort. „In den Bergen entstehen aber schon etwas größere Quellwolken und am Nachmittag entladen sich in der Hitze einzelne Gewitter“, sagt der Meteorologe. “Die Schwerpunkte liegen dabei in Osttirol und Oberkärnten sowie vom Wechsel bis in den Wienerwald“. Abseits der Gewitter ist der Wind weiterhin kein Thema und die Temperaturen steigen auf heiße 27 bis 34 Grad.

Am Dienstag punktuell kräftige Gewitter

Am Dienstag nimmt die Gewitterneigung deutlich zu und über das Land verteilt gehen ein paar kräftige Gewitter nieder. Die ersten davon treten bereits am Vormittag am Alpenostrand auf, am Nachmittag sind dann auch Gewitter im östlichen Flachland möglich. „Die Gewitter verlagern sich nur sehr langsam, daher kann es punktuell zu großen Regenmengen kommen“, so Spatzierer. „Mit den stärksten Gewitterzellen sind auch Sturmböen und Hagel möglich.“ Bei Höchstwerten von 25 bis 32 Grad wird es zusätzlich drückend schwül.

Am Mittwoch im Norden trocken

Der Mittwoch beginnt im Südosten bereits mit ersten Gewittern und im Tagesverlauf sind in der schwül-warmen Luft im gesamten Bergland wieder punktuell kräftige Gewitter möglich. Von Norden her fließt hingegen deutlich trockenere Luft ein, deshalb bleibt es entlang und nördlich der Donau weitgehend trocken und sonnig. Die Temperaturen erreichen 24 bis 31 Grad.

Auch zweite Wochenhälfte sommerlich

Ab Donnerstag bestimmt dann ein Tiefdruckkomplex über Westeuropa unser Wetter. Dabei wird an dessen Vorderseite aus Süden weiterhin warme, aber auch gewitteranfällige Luft nach Österreich gebracht. Somit setzt sich das sommerlich warme bis heiße Wetter fort, besonders im Bergland ist aber täglich auf Gewitter zu achten. Ein nachhaltiger Wetterumschwung zu kühlem und nassem Wetter ist bis auf Weiteres nicht in Sicht.