Zahlreiche Aktivitäten zum 100-Jahr-Jubiläum in Niederösterreich

Das 100-Jahr-Jubiläum Niederösterreichs als eigenständiges Bundesland wird heuer mit zahlreichen Aktivitäten gefeiert. Neben Ausstellungen, Symposien und Tagungen sind für Ende Juni Feste in den Bezirksstädten geplant. "Tradition und Geschichte sind uns wichtig, aber auch Innovation", sagt Landeshauptfrau Mikl-Leitner.

Erstellt am 11. Januar 2022 | 13:22
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Omikron Coronavirus Symbolbild
Landesrat Gottfried Waldhäusl (von links), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Franz Schnabl.
Foto: NLK Filzwieser

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) blickte in einer Pressekonferenz am Dienstag auf eine "äußerst positive Entwicklung" des Bundeslandes zurück. In einer Festsitzung hat die Landesregierung eine gemeinsame Erklärung verabschiedet.

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Unter dem Vorsitz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fand heute eine außerordentliche Sitzung der NÖ Landesregierung anlässlich „100 Jahre Bundesland Niederösterreich“ statt.
Foto: NLK Filzwieser

Am 1. Jänner 1922 trat der Trennungsvertrag in Kraft, mit dem sich Niederösterreich von der Bundeshauptstadt Wien löste. "Seitdem hat Niederösterreich volle Souveränität erlangt und an Selbstwertgefühl dazugewonnen", ist Mikl-Leitner überzeugt. Die am Dienstag von der Landesregierung verabschiedete Erklärung beinhalte wesentliche historische Schritte in Niederösterreich und das Bekenntnis, auf dem Fundament aufzubauen, um das Land positiv weiterzuentwickeln.

Geprägt waren die vergangenen 100 Jahre vom Zweiten Weltkrieg, dem Wiederaufbau, der Landeshauptstadtwerdung St. Pöltens 1986, dem Fall des Eisernen Vorhangs, dem EU-Beitritt Österreichs, der EU-Erweiterung und die NÖ-Volksbefragung 1986 für oder gegen eine eigene Landeshauptstadt. "St. Pölten ist die jüngste Landeshauptstadt Europas", sagt Mikl-Leitner. Niederösterreich sei seit damals nicht nur vom Rande in die Mitte Europas gerückt, sondern es sei auch gelungen, historische Ereignisse zu nutzen, betonte Mikl-Leitner: "Niederösterreich ist nicht mehr nur Agrarland Nummer eins, sondern auch international anerkanntes Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturland."

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Bei der Pressekonferenz (von links): Landesrat Gottfried Waldhäusl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Franz Schnabl.
Foto: NLK Filzwieser

Mit den geplanten Aktivitäten sollen die Landesidentität und das Selbstbewusstsein der Bevölkerung weiter gestärkt werden, sagte Mikl-Leitner. Zudem wolle man den Menschen Orientierung geben und vermitteln, was Niederösterreich ausmacht. Geplant sind u.a. ein Themenrundgang im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich und eine Wanderausstellung in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Die Landesausstellung "Marchfeld Geheimnisse" ist ab 26. März im Schloss Marchegg zu sehen. Im Herbst wird die Zukunftsstrategie 2030 präsentiert. "Tradition und Geschichte sind uns wichtig, aber auch Innovation", so Mikl-Leitner.

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach zum Jubiläum „100 Jahre Bundesland Niederösterreich“.
Foto: NLK Filzwieser

"Ich halte es für sehr wichtig, uns bewusst zu sein, was uns als Niederösterreicher und als Land ausmacht und dass wir alle Schwierigkeiten überwinden können", betonte LHStv. Franz Schnabl (SPÖ). Die Stärke des Landes liege im Miteinander. Es gelte, "Mut, Kraft und Zuversicht aus allen unseren geschichtlichen Erfahrungen zu schöpfen".  Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) bedankte sich bei "über drei Generationen, die dieses Land geprägt haben, die volle und tolle Arbeit geleistet haben". 

100 Jahre Niederösterreich
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit LH-Stellvertreter Franz Schnabl (links) und Landesrat Gottfried Waldhäusl (rechts) vor dem Landhaus.
 
Foto: NLK Filzwieser