Erstellt am 18. Mai 2018, 10:47

von Redaktion noen.at

Tausende sammeln für Niederösterreicher in Not. Größte Solidaritätsaktion im Land NÖ – 5.000 Haussammler kommen im Juni in mehr als 100.000 Haushalte in der Diözese St. Pölten.

Caritas Haussammlungsstart 2018 im Schloss Pöggstall, .v. l.: PfarrCaritas-Mitarbeiterin Christa Herzberger, Christoph Riedl-Daser (Caritas Bereichsleiter Solidarität, Kommunikation & Soziales), Haussammler Pfarrer Hans Lagler (Pfarre Steinakirchen), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Haussammlerin Marianne Kreutner (Pfarre Steinakirchen), PfarrCaritasleiter Christian Köstler, Caritasdirektor Hannes Ziselsberger.  |  Caritas / Karl Lahmer

Unter dem Motto „helfen > wegschauen“ wurde am 17. Mai die landesweite Haussammlung von Caritas Direktor Hannes Ziselsberger, Pater Karl Leisner-Becker und Landesrätin Teschl-Hofmeister in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Schloss Pöggstall gestartet.  

„Die Haussammlung ist ein besonders sichtbares Zeichen gelebter Nächstenliebe. Es geht nicht nur darum Geld zu sammeln, sondern um die Begegnung mit den Menschen an der Haustür. Die Haussammler erfahren im Gespräch die Bedürfnisse der Menschen und sehen wo Not herrscht und Hilfe notwendig ist“, so Hannes Ziselsberger, Caritasdirektor der Diözese St. Pölten.

Landesrätin Teschl-Hofmeister dankt für das Engagement

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister dankte den Haussammlern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und dabei ihre Nöte wahrzunehmen. „Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist besonders wertvoll und eine wichtige Stütze unseres Sozialsystems“, betonte Teschl-Hofmeister.

Das Engagement der Sammler und Spender bei der Haussammlung ermöglicht der Caritas, zahlreichen Menschen in Niederösterreich zu helfen. Die Unterstützung reicht von psychosozialer Beratung über finanzielle Nothilfen, bis hin zur Lernunterstützung für SchülerInnen, Projekten für langzeitarbeitslose Menschen, Beratungs- und Therapiestunden in den Familienzentren, Beschäftigungstherapie für Menschen mit Behinderung oder für Hospizarbeit am Ende des Lebens. 

Beim Haussammlungsstart in Pöggstall wurden 7 Pfarren geehrt, die im Vorjahr mit besonderem Engagement, neuen Ideen und viel Einsatz Erfolge verzeichnen konnten. Es sind dies die Pfarren Dorfstetten, Pöggstall, Mauer-Öhling, St. Pölten Stattersdorf-Harland, Ybbs, Ober Grafendorf und Altenburg. Die Pfarre mit dem höchsten Ergebnis war 2017 die Pfarre Wieselburg. Im Rahmen der Feier hat Pater Karl Leisner-Becker die Segensbänder für die Haussammlung gesegnet. Die Veranstaltung wurde von einem eigens zusammengestellten Chor bestehend aus 25 Haussammlern musikalisch begleitet.

Verwendung der Spendenmittel vor Ort in Niederösterreich

  • Dringend gebraucht werden die Spendenmittel ganz besonders für die Aufgaben der Sozialberatungsstellen der Caritas, die zu einer sehr gefragten Anlaufstelle für hunderte Menschen in Notsituationen geworden sind.  
  • Die rasche Katastrophenhilfe gemeinsam mit den Pfarren, z. B. nach Hochwasser oder Bränden wo der unmittelbare Wohnraum betroffen ist wird aus diesen Spenden möglich.
  • Auch ein Teil der Finanzierung der 18 Beratungsstellen von Rat und Hilfe, wo viele Menschen mit persönlichen und familiären Problemen Unterstützung finden, ist nur durch diese Spenden sichergestellt.
  • Immer stärker nachgefragt wird auch das hilfreiche Angebot der Kompetenzstelle Demenz, hier wird betroffenen Familien vor Ort, kostenlos eine Beratung in dieser schwierigen familiären Situation geboten.
  • Auch die Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase durch den Mobilen Hospizdienst erfordert den Einsatz von Geldern aus der Caritas-Haussammlung.
  • Die Spenden benötigt die Caritas auch für Lerncafes in der Diözese, wo Kinder in der NMS begleitet und gefördert werden.
  • 10 Prozent der Spenden verwenden die Pfarren unmittelbar und unbürokratisch vor Ort für die Nothilfe in der Pfarre.