Generationen-Talk im Landesmuseum. Die neue Sonderausstellung „Meine Jugend – Deine Jugend: Eine Generation schreibt Geschichte“ im Museum Niederösterreich in St. Pölten wirft einen Blick auf Jugendkulturen seit 1945 und stellt die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Über ihre eigene Kindheit diskutierte Peter Rapp mit Leichtathletin Ivona Dadic im Museum.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 24. Mai 2019 (16:31)

Unter dem Motto „Erzählte Geschichte“ veranstaltet das Landesmuseum Zeitzeugen-Foren in St. Pölten. Und da bietet sich Moderator Peter Rapp als idealer Gast an, der unzählige Geschichten zum Besten geben kann und teilweise von Reinhard Linke, der durch den Abend führte, gebremst werden musste.

Mit Rapp diskutierte Leichtathletin Ivona Dadic, die ihre Jugend wiederum dem Sport verschrieben hat und schon mit zwölf Jahren das Ziel hatte Olympiasiegerin zu werden.

Von den Sängerknaben zum Showtalent

Und da zeigen sich schon die Unterschiede, die in der Sonderausstellung herausgearbeitet worden sind. Peter Rapp startete nämlich seine künstlerische Karriere bei den Wiener Sängerknaben, flog aber irgendwann raus ("Weil ich mich halt ein- oder zweimal geprügelt habe"). Das Talent zum Unterhalter habe er von seiner Mutter: „Die hatte auch immer den Schnabel offen und hat gesungen.“

Zu Beginn hetzte Rapp noch („Ich muss rechtzeitig im Heim sein“), doch der Entertainer genoss den Abend sichtlich und hatte auch selbst viele Fragen an die 24-jährige Sportlerin Dadic. Kleidung, Technik und die Beziehung zu den Eltern – damals und heute – wurden besprochen. So sprach Dadic vor allem über die Wichtigkeit von sozialen Medien. Vor allem für die Suche von Sponsoren sei die Followerzahl etwa bei Instagram nicht unwesentlich.

Vorbild in den sozialen Medien

Auch die vielen negativen Kommentare, die einen übers Internet erreichen, thematisierten die beiden. Bei der Sportlerin würde aber das positive Feedback überwiegen.

Viele junge Mädchen würde sie außerdem um Rat fragen: „Da bin ich froh, wenn ich ihnen helfen kann. Da nehme ich mir auch wirklich Zeit für die Antworten.“