NÖ Bauern zum 75. Mal auf Wallfahrt

Unter dem Motto „Ich bin mit Dir“ fand von 18. bis 19. September die jährliche Bauernbundwallfahrt statt. Heuer pilgerten die NÖ Bauern zum 75. Mal nach Mariazell.

Michaela Fleck
Michaela Fleck Erstellt am 20. September 2021 | 13:50

Höhepunkte der diesjährigen Wallfahrt waren das Pontifikalamt, eine heilige Messe, zelebriert von Diözesanbischof Alois Schwarz, und die Wallfahreransprache von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Hinter der Bauernbundwallfahrt verbirgt sich eine lange Tradition, die bis zum Zweiten Weltkrieg zurückreicht.

Die zentralen Akteure sind dabei die ehemaligen Landeshauptleute von Niederösterreich Leopold Figl und Josef Reither. Mitten im Krieg und in KZ-Gefangenschaft gelobten sie, dass sie NÖs Bauern nach Mariazell zur Gnadenstatue „Magna Mater Austriae“ führen werden, wenn Österreich vom NS-Regime befreit wird. Zwei Jahre nach Kriegsende, im Jahr 1947, wurde dieses Versprechen zum ersten Mal eingelöst.

Seither ist die Bauernbundwallfahrt ein Fixtermin für Niederösterreichs Bauernschaft – und für (Nieder-)Österreichs Politik. So pilgerten zum Jubiläum auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der auch gleich eine Blaskapelle dirigieren durfte, Landtagspräsident Karl Wilfing und Landesrat Ludwig Schleritzko nach Mariazell.

Bauernbund Wallfahrt 2021
Erich Marschik

Österreichs Kanzler nahm in seiner Ansprache auf die Kriegszeit und die Anfangszeit der Wallfahrt Bezug. Die heimischen Bäuerinnen und Bauern hätten damals die Versorgungssicherheit im Land garantiert. Auch heute sei Österreich ein Vorzeigemodell, welches es weiter zu stärken gelte, so der Bundeskanzler: „Österreich zählt zu jenen Ländern mit den höchsten Tierschutz- und Lebensmittelstandards und hat sich dadurch zu einem Feinkostladen in Europa entwickelt.“

In Erinnerung an die Gründungsväter war zudem Figls originaler Dienstwagen in Mariazell ausgestellt. Gleichzeitig wurde auf moderne Technologie zurückgegriffen. „Heuer wurde die Wallfahrt mit bewährten christlichen Werten auf neuen Wegen begangen,“ meint NÖ Bauernbundobmann Stephan Pernkopf. Mittels Live-Übertragungen konnte die Wallfahrt allerorts mitverfolgt werden. Bereits im Vorjahr war die Resonanz darauf laut NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek „überwältigend“.

Zum Nachsehen gibt es den Sonntagsgottesdienst zur Wallfahrt unter www.noebauernbund.at/wallfahrt