Mobiles Notruf-Telefon ab 1. Juli. Zum 35-jährigen Jubiläum präsentierten Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Hilfswerk-Präsidentin Michaela Hinterholzer in St. Pölten das mobile Notruftelefon. Rund 4.200 Menschen in NÖ können damit auf Knopfdruck Hilfe rufen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Mai 2019 (14:31)
NLK Burchart
Hilfswerk-Präsidentin Michaela Hinterholzer und Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister mit dem neuen Notruf-Telefon.

Der „Schutzengel am Handgelenk“, wie das Notruftelefon gerne genannt wird, besteht aus einem mobilen Sender, der entweder als Armband oder als Anhänger an einer Halskette getragen werden kann. Mithilfe eines Knopfdruckes wird man sofort mit der Notrufzentrale des Hilfswerks in St. Pölten verbunden. Die Notrufzentrale ist rund um die Uhr besetzt. 

Ab 1. Juli mobil verwendbar

Ab 1. Juli wird das Notruftelefon auch mobil verwendbar sein, also auch außerhalb der eigenen vier Wände. „Damit erhöht sich der Sicherheitsfaktor für die Notruftelefon-Besitzer um ein Vielfaches“, betont Hilfswerk-Präsidentin Michaela Hinterholzer. „Denn nun sind sie nicht nur in den eigenen vier Wänden gut beschützt, sondern auch im Garten, bei Einkäufen und überall wo sie hingehen.“

550.000 Euro für 26.000 Telefon-Monatsmieten vom Land NÖ

Sozial-Landesrätin Teschl-Hofmeister betont, wie wichtig das Notruftelefon im Betreuungsangebot der sozialen Organisationen sei. „Für uns in Niederösterreich gilt: Mobil vor Stationär. Schon jetzt werden rund 90% aller Pflegebedürftigen in Niederösterreich in ihren eigenen vier Wänden gepflegt und betreut. Das Notruftelefon ist in dieser Hinsicht eine notwendige Einrichtung, um den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen nachzukommen. Um dieses Angebot zu unterstützen, bringt das Land Niederösterreich jährlich eine Fördersumme in der Höhe von rund 550.000 Euro auf und unterstützt damit rund 26.000 Notruftelefon-Monatsmieten.“

300 Alarme pro Tag

Von der Hilfswerk-Notrufzentrale in St. Pölten werden 6.400 Notruftelefon-Kunden in ganz Österreich betreut, 4.200 davon in Niederösterreich. Pro Tag werden durchschnittlich 300 Alarme bearbeitet.