St. Pölten

Erstellt am 17. Mai 2018, 15:04

von APA Red

Schwarz will Küngs Weg fortsetzen. Der vom Vatikan zum neuen Bischof von St. Pölten bestimmte Alois Schwarz (65) freut sich auf ein Miteinander in der Diözese.

Alois Schwarz  |  Pressestelle / Helge Bauer

Er wolle den von Klaus Küng eingeschlagenen Weg der Heilung nach so manchen Auseinandersetzungen fortsetzen. Ein wichtiges Anliegen sei ihm die Evangelisierung, sagte er am Donnerstag in einer Pressekonferenz an seiner neuen Wirkungsstätte.

"Wir sitzen seit vielen Jahren in der Bischofskonferenz nebeneinander", brachte Schwarz im Bistumsgebäude der Landeshauptstadt seine langjährige Verbundenheit mit seinem Vorgänger zum Ausdruck. Er habe zuvor in Mariazell Station gemacht und bringe die Grüße der Gottesmutter in sein Herkunftsland.

Der gebürtige Niederösterreicher dankte seiner bisherigen Diözese Gurk-Klagenfurt, die er sehr geschätzt habe. Er fühle sich Kärnten, den Menschen und ihrer Kultur sehr verbunden. Das habe es nicht leicht gemacht, den Auftrag anzunehmen, aber er fühle sich im Gebet getragen, sich auf die neue Aufgabe einzulassen, und freue sich, jetzt hier sein zu dürfen.

"Erneuerung von unten" notwendig

Er freue sich zudem auf die Stifte und Klöster, die geistige Zentren im Bundesland seien. Schwarz, der sich für lebensnahe Seelsorge einsetzt, sprach auch die vielen von Küng gestarteten initiativen in den Pfarren an. Es gelte, mit Vorschlägen in die Regionen zu gehen. Evangelisierung sei ein Grundauftrag, es brauche Erneuerung von unten, ein aufeinander Zugehen.

Ein Datum für die Amtseinführung wurde noch nicht genannt. Man habe keine Eile, stellte der scheidende Diözesanbischof Klaus Küng (77) als Zeithorizont Ende Juni, Juli in den Raum. Er freue sich sehr, dass der Papst nun eine Entscheidung getroffen habe und er, Küng, das Amt in jüngere Hände legen dürfe.

14 Jahre in St. Pölten seien eine lange Zeit, erinnerte Küng, der zuvor als apostolischer Visitator in der damals krisengeschüttelten Diözese eingesetzt war, an die Herausforderungen. Nach verschiedenen Heilungsprozessen sei die Diözese auf einem guten Weg in die Zukunft. Er selbst werde künftig in Wien wohnen und damit "in der Nachbarschaft" bleiben.