Erstellt am 18. September 2018, 00:25

von Christine Haiderer

West-Nil-Virus: Gefahr noch gering. Trotz bestätigter Infektionen in Österreich, ist das Risiko einer Erkrankung noch nicht hoch.

In Niederösterreich wird aktuell beim Blutspenden das Blut generell auf West-Nil-Virus getestet.  |  Jarun Ontakrai/Shutterstock.com

Allein in der letzten Augustwoche wurden in EU-Staaten 300 Fälle von West-Nil-Virus verzeichnet. Die meisten in Italien, gefolgt von Rumänien, Griechenland, Ungarn und Österreich.

Für alle, die in betroffenen Gebieten in Urlaub waren, gilt, „dass sie 28 Tage nach ihrer Rückkehr nicht zur Blutspende zugelassen werden“, so Johanna Scholz vom Österreichischen Roten Kreuz. In Wien, NÖ und dem Burgenland allerdings darf man dennoch zur Blutspende. Weil hier alle Blutspender im Sommer darauf getestet werden.

„Das Risiko, sich in Österreich anzustecken und an West-Nil-Fieber zu erkranken, ist derzeit noch sehr gering“, informiert die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Dennoch wurden heuer bereits 22 Fälle von Infektionen in Österreich bestätigt (Stand 14. September). 16 davon in Österreich erworbene.

West-Nil-Fieber ist meldepflichtig

Worum es sich beim West-Nil-Virus handelt? Es wird von vielen Stechmücken-Arten übertragen, gilt als Erreger von West-Nil-Fieber und ist in Österreich meldepflichtig. Zu finden ist es vor allem in Vögeln.

Beim Menschen zeigen sich bei 80 Prozent der Infizierten keine Krankheitsanzeichen. Ein Fünftel der Erkrankten erlebt eine grippeähnliche Erkrankung. Bei 0,7 Prozent der Infizierten können Hirnhautentzündung, Hirnentzündung und Lähmungen auftreten.

Einfachstes Mittel zur Vorbeugung ist es, Moskitostiche zu vermeiden. Etwa durch das Tragen von langärmeliger, heller Kleidung, und insektenabwehrenden Mitteln.