Zu wenige Radwege in NÖ. Wer mit dem Rad unterwegs ist, braucht nicht ewig lange nach einem Parkplatz zu suchen. Radfahren ist gut für die Umwelt und die Gesundheit. Doch: NÖN.at-Usern haben den Eindruck, dass es in ihren Regionen zu wenige Radwege gibt.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 22. August 2019 (16:44)
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In Österreich gibt es rund 6,5 Millionen funktionstüchtige Fahrräder und damit mehr Fahrräder als Autos. Das verriet der VCÖ im Frühling anlässlich des Europäischen Tages des Fahrrads am 3. Juni. 

Österreichweit nutze jeder dritte zumindest mehrmals die Woche das Fahrrad als Verkehrsmittel. Da rund vier Millionen Autofahrten pro Tag kürzer als fünf Kilometer seien – und damit Radfahrdistanz – sei das Potenzial für mehr Radverkehr in Österreich groß. Allerdings sorge mangelnde Infrastruktur für den Radverkehr häufig dafür, dass die Menschen sich fürs Auto und nicht das Fahrrad entscheiden, betont der VCÖ.

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  • Gibt es in deiner Region genug Radwege?


„Österreich hat bei der Infrastruktur für den Radverkehr tatsächlich enormen Aufholbedarf“, erläuterte damals VCÖ-Experte Markus Gansterer. In den Städten werde auf den meisten Straßen parkenden Autos mehr Platz eingeräumt als den Bürgerinnen und Bürgern, die Rad fahren. Und in ländlichen Regionen fehle oft ein geeigneter Weg. Zwischen vielen Siedlungen und dem nächsten Ortsgebiet gebe es oft als einzige Verbindung nur eine Freilandstraße, auf der Autos und Lkws 80 km/h oder mehr fahren würden.

Zwei Drittel sagen, es gibt zu wenige Radwege

Wer seine Freizeit auf zwei Rädern verbringen will, dem bietet Niederösterreich viele Radwege, wie etwa den Donau- oder den Ybbstalradweg. Im Alltag aber können passende Wege fehlen.

Ob es in den Regionen genug Radwege gibt? Das war die aktuelle Frage auf NÖN.at vergangene Woche. Das Ergebnis: Knapp 63 Prozent (1.643 der insgesamt 2.616 Stimmen) waren der Ansicht, dass es zu wenige Radwege gibt. Nur etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent beziehungsweise 973 Stimmen) reichten die vorhandenen Wege.