Reichenauer Festspiele finden 2020 nicht statt. Alle 120 Aufführungen wurden abgesagt, teilte Intendantin Renate Loidolt am Dienstag mit - sie sollen im kommenden Jahr nachgeholt werden. Erstmals seit 1988 finden damit, aufgrund der Corona-Pandemie, keine Sommerfestspiele in Reichenau statt. Alle Karteninhaber sollen laut der Intendantin demnächst verständigt werden.

Von Philipp Grabner und Johannes Authried. Erstellt am 07. April 2020 (17:42)
Renate und Peter Loidolt.
Johannes Authried, Archiv

„Arme reiche Erbin“ – mit einer neuen Bühnenfassung nach dem Roman „Washington Square“ hätten die Festspiele in Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen) am 3. Juli eigentlich starten sollen. Hätten – denn aufgrund der Corona-Pandemie in Österreich fällt das Kultur-Event für heuer ins Wasser. Das gab Festspiel-Intendantin Renate Loidolt am Dienstag bekannt.


120 Aufführungen werden nicht stattfinden

Insgesamt wären heuer fünf Eigenproduktionen und insgesamt 120 Aufführungen auf dem Programm gestanden. „Die gewohnte künstlerische Qualität ist bei eingeschränkter Vorbereitung und ungewisser Durchführung nicht gegeben. Diese Situation ist eine völlig Neue in unserer über 30 Jahre erfolgreichen Festspielgeschichte und es ist in den nächsten Tagen die Abwicklung zahlreicher mit der Verschiebung verbundener Fragen zu klären“, so Intendantin Renate Loidolt in einer Erklärung. Gleichzeitig appelliert sie an alle Festspielgäste, „uns nicht mit Zuschriften zu überhäufen, die wir derzeit noch nicht beantworten können.“ Denn, so Loidolt: „Alle Karten-Inhaber für 2020 werden, so rasch es dem Festspielbüro möglich ist, schriftlich verständigt!“ Das komplette heurige Programm soll auf kommendes Jahr verschoben werden.
Damit gibt es erstmals seit 1988 keine Sommerfestspiele in Reichenau.