Der blaue Turm in der Wachau. Am Ostermontag zeigt ORF 2 um 17.35 Uhr die Dokumentation „Barockjuwel an der Donau – Stift Dürnstein in der Wachau“ aus dem Landesstudio Niederösterreich.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. April 2020 (16:55)

Der blaue Turm von Dürnstein an der Donau zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Wachau. Er prägt bis heute das Ortsbild und ist markanter Bauteil eines ehemaligen mittelalterlichen Klosters.

Die prachtvolle Gestaltung sakraler Bauwerke war im Barock Aufgabe und Anliegen von Baumeistern, Malern und Handwerkern. Propst Hieronymus Übelbacher (1710–1740) hatte es sich zum Ziel gesetzt, auch „sein“ Kloster in ein barockes Kleinod umzuwandeln und „den Himmel in die Kirche zu holen". Die „Dokumentation am Feiertag“ aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Marietheres van Veen, Kamera: Andreas Kotzmann) zeigt den Weg dorthin.

Die Dokumentation entführt in das Kellerschlössel in den Weinbergen, die Krypta und das Heilige Grab bis hin zum berühmten blauen Turm. Allgegenwärtig ist dabei das brennende Herz, aer auch das ovale Chorfenster,  der eigenwillige Tabernakel und die Putten im Innenhof zeugen von Übelbachers Ideenreichtum und der Kunstfertigkeit der vielen ausführenden Professionisten.

Mehr als zweieinhalb Jahrhunderte später fordern die Goldverzierungen und paradiesisch anmutenden Gestaltungselemente Besucher heraus, sich mit dem Alltag der Menschen in der Barockzeit, mit dem Klosterleben der Suche nach dem Wertvollen auseinanderzusetzen. Auch eine neu gestaltete Ausstellung im Stift Dürnstein gibt dazu viele Anregungen.

Der TV-Film am Ostermontag geht über die barocke Spurensuche hinaus. Er zeigt die vielen anderen Facetten von Dürnstein, das durch die Legende um Richard Löwenherz weltberühmt wurde. Ruine und Schloss, enge Gassen und imposante Blicke auf die Donau gehören ebenso dazu wie die typische Wachauer Kulinarik.