Bullet for my Valentine: "Immer noch dieselbe DNA". Bullet for my Valentine sorgten für die harten Momente auf dem Frequency. Im NÖN-Gespräch erzählt Sänger und Gitarrist Matthew Tuck wie sich bei den Metallern die Musik entwickelt hat und wie sie heute Generationen zusammenbringt.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 17. August 2019 (08:25)
Max Steiner

NÖN: Bullet for my Valentine gibt es seit 15 Jahren. Das ist eine lange Zeit. Was hat sich seither verändert?

Matthew Tuck: Naja, wir sind erwachsen geworden. Wir haben als Kinder in der Schule begonnen und sind junge Männer geworden, dann Familien-Menschen, Väter... Wir haben uns entwickelt. Als wir begonnen haben, gab‘s kein Spotify, keine Streaming-Services. Die ganze Welt hat sich verändert seit unseren Anfängen.

Auch eure Musik?

Matthew Tuck: Sie hat sich weiterentwickelt, aber sie hat immer noch dieselbe DNA. Sie ist immer noch heavy und immer noch aggressiv, Gitarren-lastig. Aber die Musikindustrie hat sich dramatisch verändert.

Habt ihr noch dieselben Fans wie zu euren Anfängen?

Matthew Tuck: Wir haben Fans, die kommen seit dem ersten Tag. Sie sind mit uns erwachsen geworden. Aber wir haben bei unseren Shows heute auch immer wieder Teenager, die zu uns kommen und hier ihre erste Rock-Show erleben, ihre Mütter und Väter sind aber auch da. Unsere Musik verbindet irgendwie die Generationen, das ist fantastisch. Viele Pop-Künstler haben leider nur eine kurze Karriere. Wir haben schon sechs Alben und sind seit 15 Jahren zusammen.

Ist ein siebentes Album geplant?

Matthew Tuck: Ja, das ist es. Es ist immer eins geplant. Es gibt noch kein konkretes Datum, aber wir haben gerade mit den Schreib-Sessions begonnen.

Was kann man vom neuen Album erwarten?

Matthew Tuck: Das ist in diesem Stadium noch schwierig zu sagen, aber hoffentlich klassisch-krachender „Bullet for my Valentine“-Metal. Also alles, von dem wir wissen, dass unsere Fans deswegen zu unseren Shows kommen, aber hoffentlich auch mit etwas Neuem in unserem Sound. Die ersten Zeichen schauen gut aus. Es ist wirklich, wirklich heavy, sehr viel Gitarre. Wir sind schon aufgeregt.

Haben sich die Themen eurer Songs verändert?

Matthew Tuck: Die haben sich verändert, aber einiges ist auch gleich geblieben. Das hängt davon ab, was in deinem persönlichen Leben abgeht und was du mit der Welt teilen willst oder ob du Dinge machen willst, die abstrakter sind und in die die Leute dann auch selbst hineininterpretieren können.

Wer von euch schreibt die Texte?

Matthew Tuck: Hauptsächlich ich.

Das heißt, man erfährt in den Texten auch viel über dich?

Matthew Tuck: Im letzten Album schon. In den Alben davor habe ich gewisse Themen berührt. Aber ich hab‘ gar nicht so viel zu sagen. Viele Leute geben ihr ganzes Leben in ein Album. Aber ich hab‘ nicht so viel darüber zu sagen, wie ich aufgewachsen bin oder so. Also da ist es für mich schwierig, diese Art von Inspiration zu finden.

Und zum Abschluss: Welche Erfahrungen habt ihr mit österreichischen Fans gemacht?

Matthew Tuck: Jedes Mal, wenn wir hier spielen, egal ob es auf einem Festival ist oder einem Konzert, war es immer fantastisch. Wir kennen das schon seit dem Anfang unserer Karriere, als wir auf dem Nova Rock gespielt haben, bis zu Headline-Shows. Letztes Jahr waren wir wieder am Nova Rock und im Gasometer. Wir haben eine gute Beziehung zu unseren Fans hier und kommen immer wieder gerne her.