Alex Kristan: „Ihr seid’s eh keine Risikogruppe“. Alex Kristan hat mit seinem Video fast eine Million User zum Lachen gebracht.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 24. März 2020 (03:20)
Knapp 900.000 sahen allein vergangene Woche Alex Kristan als Hans Krank lzur „Schieflage der Nation“:„In Zeiten wie diesen ist das notwendig.“
Screenshot: Dworak

„Geht’s grillen, macht’s Festln. Ihr seid’s eh keine Risikogruppe. Wann ihr bis jetzt ohne Hirn überlebt habt’s, kann euch des Virus a nix tun.“ Meinte „Hans Krankl“ alias Alex Kristan in einem seiner legendären Videos. Und fast eine Million User sahen und sehen seit Dienstag zu.

„99,9 Prozent der Rückmeldungen waren positiv“, freut sich Alex Kristan, Comedian und Parodist aus Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling), im NÖN-Gespräch. Es sei ihm ein Bedürfnis gewesen, die Leute nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen. „Ich denke, das ist in Zeiten wie diesen notwendig. Und wenn man die Möglichkeit hat, so viele Leute zu erreichen, sollte man auch etwas tun.“

 „Ganz ehrlich? Ich bin froh, wenn ich im Herbst wieder auf einer Bühne stehen darf!“ Alex Kristan, Comedian und Parodist

 Er, Kristan, gibt zu, in einer ersten Reaktion – „so wie viele andere auch“ – die Coronakrise verharmlost zu haben. „Spätestens, wenn man nach Italien schaut, muss aber jedem klar sein, dass die Auswirkungen von Corona nicht mit der von Grippe zu vergleichen sind.“

Das Positive an der aktuellen Situation sieht der Comedian im „spürbaren Zusammenhalt der Menschen; auch den Applaus für die, die das tägliche Leben aufrechterhalten, und das Singen vom Balkon finde ich super“. Also habe auch „der Seismograf in mir ausgeschlagen“, der schlussendlich zum Video geführt hat.

Die spielfreie Zeit – bis Ende Juni musste Alex Kristan über 20 ausverkaufte Vorstellungen verschieben – nützt der Künstler, um „viel zu telefonieren“, vor allem mit Gery Seidl und Klaus Eckel. „Wir alle haben unser Programm von einem Tag auf den anderen von 100 auf 0 runtergefahren und sind jetzt vor allem mit der Terminplanung beschäftigt. Ein logistischer Wahnsinn.“

Der Maria Enzersdorfer nützt auch die Zeit, um sein aktuelles „Lebhaft“-Programm zu adaptieren. Wann das zu sehen sein wird? „Ganz ehrlich? Ich bin froh, wenn ich im Herbst wieder auf einer Bühne stehen darf.“