Ausstellung als Reise in Blütezeit der Stadt Krems. Was Krems im 16. Jahrhundert so besonders werden ließ, darum wird es in einer Ausstellung gehen, die derzeit vorbereitet wird.

Von Petra Vock. Erstellt am 09. Februar 2019 (03:52)
Stadt Krems
Freuen sich auf die Ausstellung über die Blüte von Krems im 16. Jahrhundert: Bürgermeister Reinhard Resch und Thomas Kühtreiber vom Institut für Realienkunde (IMAREAL).

Einer bedeutenden Blütezeit von Krems ist eine Ausstellung gewidmet, die das Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL) im Museumkrems vorbereitet (Eröffnung: 11. Mai). Das in Krems beheimatete Institut, das zu den ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt zählt, feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Die NÖN fragte Geschäftsführer Thomas Kühtreiber nach den Vorhaben im Jubiläumsjahr.

NÖN: Worum wird es in der Ausstellung „Wem gehört die Stadt? Krems gestalten im 16. Jahrhundert“ gehen?

Thomas Kühtreiber: Wir greifen das Zeitfenster von 1470 bis 1620 heraus, in dem Krems eine besondere Blütezeit erlebt hat, und zeigen anhand von Objekten, aber auch anhand von Monumenten wie dem Bürgerspital und Stadthäusern, wie damalige Akteure die Stadt mitgestaltet haben und bis heute prägen.

Wie wird das umgesetzt?

Zum einen wird es eine Sonderausstellung im Erdgeschoß des Museumkrems geben, zum anderen werden wir auch eine Beziehung zu anderen Exponaten im Museum herstellen und auch die Städte Krems und Stein in die Ausstellung miteinbeziehen.

In welcher Form werden die Städte Krems und Stein einbezogen?

Es wird einen Begleit-Flyer und einen Rundgang geben. Einerseits sollen die Museumsbesucher Lust bekommen, sich die Häuser und Monumente vor Ort anzusehen, andererseits sollen Personen, die in der Stadt unterwegs sind, auf die Ausstellung im Museumkrems aufmerksam werden.

„Die Museumsbesucher sollen Lust bekommen, sich die Häuser und Monumente vor Ort anzusehen ...“Thomas Kühtreiber

Was wird unter anderem gezeigt?

Wir werden zum Beispiel die beiden bedeutenden Privilegien aus den 1460er Jahren präsentieren, durch die die Stadt mit großen Handelsprivilegien ausgestattet wurde und das Stadtwappen erstmals in Erscheinung tritt. Aufgrund des Brückenprivilegs war die Errichtung der Steiner Brücke möglich. Die Donaubrücke an derselben Stelle, wo sich heute die Mauterner Brücke befindet, war damals die einzige zwischen Regensburg und Wien und machte Krems zu einem ganz wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Das Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Wo liegt der Schwerpunkt des Instituts?

Wir beschäftigen uns damit, wie Menschen im Mittelalter und der frühen Neuzeit ihre Welt mit Dingen und Objekten gestaltet haben, wie dadurch Identität entsteht und wiederum das Denken und Verhalten geprägt wird.

Was ist im heurigen Jubiläumsjahr noch geplant?

Am 7. November wird es einen Festakt in der Dominikanerkirche geben, und wir präsentieren ein Buch, in dem wir unsere Forschungen aus den vergangenen Jahren vorstellen. Das 50-Jahr-Jubiläum möchten wir auch zum Anlass nehmen, uns in kultureller Hinsicht wieder stärker in der Stadt einzubringen und unsere Kompetenz für Ausstellungen und Führungen anzubieten.