Stockerau

Erstellt am 08. Januar 2019, 01:17

von Michaela Fleck

Adriana Zartl über Männer und böse Stiefmütter. Adriana Zartl, Schauspielerin und Neo-Gaadenerin, sprach mit Michaela Fleck über Männer, Rampensauen und böse Stiefmütter.

Adriana Zartl  |  Kowalcik

NÖN: Diesen Donnerstag feiern Sie in Stockerau NÖ-Premiere mit Miro Gavrans Komödie „Lachen verboten“, die dann auch in Eggenburg läuft. Darf da wirklich keiner lachen?
Adriana Zartl: Natürlich ist Lachen erlaubt! Das ist ja Sinn und Zweck einer Komödie!

Wenn ein Mann, und selbst ein Macho, zwischen zwei Frauen steht, dann kann das ja nur schlecht ausgehen – für ihn. Oder? Wie viel Emanzipation verträgt denn ein Bühnenstück? Und wer lacht da als Letztes?
Zartl: Die beiden Frauen lachen als Letztes. Und für den Mann schaut’s eher schlecht aus… Da ist schon viel Wahres dran [lacht]!

Sie geben im Stück die Geliebte, Hubsi Kramar den Regisseur. Der ist ja bekannt dafür, sich weder ein Blatt vor den Mund zu nehmen noch Politik oder Gesellschaft zu schonen. Macht es das schwieriger?
Zartl: Der Hubsi ist sehr entspannt, er macht keinen Druck. Und ich bin auch ein wahnsinnig entspannter Mensch. Das passt sehr gut, und darum spiel’ ich auch im Herbst wieder mit ihm.

Und wär’ die Regie nichts für Sie?
Zartl: Ich glaub’, ich bin eine zu große Rampensau. Das ist mir auch zu viel Verantwortung. Schreiben kann ich gut, ich könnte wahrscheinlich auch ein Stück schreiben.

Auf der Bühne waren Sie zuletzt eine der Töchter von „Monsieur Claude“ auf der Rosenburg und eine grandiose Susanna in „Figaro lässt sich scheiden“ in Sitzenberg. Davor haben Sie aber auch in Amstetten, Haag, Poysbrunn oder Schwechat gespielt. Wie wichtig ist der Ort fürs Theater?
Zartl: Bei mir kommt es auf die Besetzung an. Ich bin ein irrsinnig guter Team-Mensch. D’rum ist der Ort für mich nicht wichtig. Ich möchte eine schöne Zeit haben, egal, ob wenig gezahlt wird oder ob’s nur ein Schupfen ist …

Und wie wichtig ist die Kamera fürs Spielen?
Zartl: Eines allein, also: Fernsehen oder Theater, wär’ mir zu langweilig. Und ich hab’ gerade tolle, ernste Theaterrollen …

Und was kommt als Nächstes?
Zartl: Ich spiel’ dieses Jahr wieder in Sitzenberg und bei Nina Blum in Graz … Und die böse Stiefmutter, die gefällt mir, die würd’ ich gerne spielen … www.lenautheater.at