Benny König: Als Straßenmusiker quer durch Europa. Benny König, Sänger des Pop-Duos King & Potter aus Pixendorf bei Tulln, sprach mit Carina Rambauske über Straßenmusik, (große) Auftritte und (kleine) Erfolge.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 18. Juni 2019 (09:44)
Sarah Kaltenbrunner
Benny König

NÖN: Kommendes Wochenende, von 21. bis 23. Juni, findet das Donauinselfest statt, bei dem King & Potter am Sonntag auftreten ...
Benny König: Ja, das ist mega und wir freuen uns schon sehr darauf! Aber auch auf alle anderen Konzerte, die heuer anstehen, weil bei jedem einzelnen eine eigene, besondere Stimmung herrscht.

Für den bevorstehenden Sommer wurde auch angekündigt, dass King & Potter eine neue Seite ihrer Musik zeigen werden. Auf was darf man sich denn freuen?
Im Mai haben wir unser Lied „Diamonds“, das auch schon im Herbst erschienenen Album enthalten ist, stil- und soundtechnisch komplett umgekrempelt. Wir präsentieren uns von einer neuen Seite, weil wir einige Stil-Richtungen entdeckt haben und uns einmal in eine andere Richtung weiterentwickeln wollten. Wir sind gespannt, wie es ankommen wird.

Begonnen hat es mit King & Potter, als Sie mit Gitarrist Martin Hafner eine Schulband gegründet haben. Dann tourten Sie als Straßenmusiker durch Europa, bis 2018 „Blinded by Love“ auf Platz eins in den Ö3-Austro-Charts landete. Wie sah der Weg dahin aus?
Wir haben uns einen alten VW-Bus gekauft und sind losgefahren – manchmal spontan, manchmal mit einem Plan – und haben auf der Straße in ganz Europa gespielt. Mit zwei Akustik-Gitarren und zwei Stimmen – ganz unkompliziert. Zum Teil haben wir auf der Straße geschlafen, um in der Früh eine der wenigen Karten, die Straßenmusik berechtigten, zu ergattern. Das Besondere dabei war stets, dass wenn du Straßen, auf denen die Menschen busy unterwegs sind, mit Musik erfüllst, das Feeling dadurch ein Positives wird.

Neben einem Nummer-eins-Hit und dem ersten Album im Herbst gab es im Winter auch eine Amadeus-Nominierung. Das alles klingt bereits stark nach Erfolg ...
Es gibt im Leben eines Musikers Momente des Durchbruchs. Für mich war es, das erste Mal eine Gitarre in der Hand zu halten. Oder den ersten Song zu schreiben. Das alles sind Gefühle des Erfolgs. Es gab für mich nie eine Alternative, etwas anderes als Musik zu machen. Deshalb ist das Ziel, mit Musik weitermachen zu können. So lange das funktioniert, ist das Erfolg.

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