Manuel Rubey über Königsdisziplinen & Josef Hader. Manuel Rubey, Schauspieler, Sänger & Kabarettist, sprach mit Michaela Fleck über Königsdisziplinen, Goldfische & Josef Hader.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 21. Januar 2020 (00:23)
Manuel Rubey.
Peter Draxl

NÖN: Gerade haben Sie mit Ihrem ersten Solo Österreich-Premiere im Wiener Stadtsaal gefeiert, diesen Samstag ist NÖ-Premiere in der St. Pöltner Bühne im Hof. Wie war die erste? Und wie wird die nächste?
Manuel Rubey: Die erste war sehr schön. Das hat mich sehr gefreut und auch sehr überrascht. Und die nächste wird hoffentlich genauso schön!

„Umjubelt“ schrieben die Kollegen, „klug“, „kritisch“, „amüsant“. War das auch die Idee?
Rubey: Die einzige Vorgabe ist ja im Kabarett: Es muss lustig sein. Das ist der Deal. Deshalb ist das auch die Königsdisziplin. Und daran hab’ ich mich wirklich zwei Jahre lang abgearbeitet, hab’ 72 Versionen geschrieben und 7 Einspielvorstellungen gemacht…

Der „Goldfisch“ aus Ihrem Titel überlebt zwar nicht. Für den „Papa“ auf der Bühne gibt’s dagegen schon am Anfang am Applaus. Hilft das? Und was braucht es sonst noch, um 120 Minuten alleine durchzuhalten?
Rubey: Das stimmt. Der Goldfisch hält vielleicht zwei Drittel des Programmes durch… Und der Applaus am Anfang kommt eigentlich zu früh, da hab’ ich noch nichts geleistet – außer, die Vorstellung nicht abgesagt. Es braucht natürlich eine Geschichte, auch, damit ich mich wo anhalten kann. Und etwas gut zu erzählen ist das Wertvollste, was man in unserem Beruf anbieten kann.

Alleine waren Sie auf einer (Kleinkunst-)Bühne bisher noch nie. Erst war da eine Band (die Mondscheiner), dann war ziemlich viel Theater, dann kam das erste von zwei Kabaretts mit Thomas Stipsits, dann die nächste Band (Familie Lässig). Und jetzt das erste Solo. War jetzt mal Zeit für Neues?
Rubey: Dass ich die anderen nicht mehr sehen wollte, kann man ausschließen! Ich wollte ja jahrelang zum Burgtheater, heute bin ich froh, dass ich nicht dort bin. Meine Initialzündung war, als ich zum ersten Mal Josef Hader gesehen hab, „Privat“, im Audimax. Das schwebt schon 20 Jahre mit…

Was kommt als Nächstes?
Rubey: Ich schau mal. Ich trau mich gar nicht, zu prognostizieren. Ich freu mich wahnsinnig, dass es jetzt schon so viele Termine gibt. Und ich würde das Solo auch gerne in den großen deutschen Städten in kleinen Clubs spielen…

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