Von Göttern und anderen Dramen im Pferdestall. Keine Komödie, sondern den größten Theaterskandal der 70er hat sich Bruno Max zum Saisonschluss in seinem Mödlinger Stadttheater ausgesucht. Premiere feiert Peter Shaffers "Equus" heute, Samstag, Abend.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 14. Juni 2019 (14:52)

Mit der Liebe ist es in Mödling schon wieder vorbei. Zwei Wochen stand dort, im Stadttheater in der Babenbergergasse, Moira Buffinis "Loveplay" am Spielplan - mit "zehn ungewöhnlichen Liebesgeschichten und zweitausend Jahren Menschheitsgeschichte", so Intendant Bruno Max. 

Jetzt, genauer: ab morgen, Samstag, zieht das Drama ein. Und mit ihm ein junger Mann, der, verklemmt, verstört und verstrickt in seiner eigenen religiösen Besessenheit, das Pferd zu seinem Gott macht. Und aus Enttäuschung und Wut im Pferdestall ein Blutbad anrichtet. Erzählt wird das 1973 vom englischen Dramatiker Peter Shaffer ("Komödie im Dunkeln") veröffentlichte und 1975 mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle am New Yorker Broadway uraufgeführte  Psycho-Drama vom Psychiater des jungen Mannes, Martin Dysart. 

Für das Mödlinger Stadttheater hat sich Bühnenbildner Sam Madwar an seine erste Regie gewagt, es spielen u. a. Christina Saginth, Birgit Wolf, Anselm Lipgens und Christoph Prückner. Zu sehen ist "Equus" nach dem 15. Juni noch von 20. bis 29. Juni, um 19.30 bzw. 17 Uhr. 

www.stadttheatermoedling.at