Rocker, Nixen, Cowboys und andere Jubilare. Ein Fest wird NÖs Theatersommer – auch, weil gleich fünf von 23 Spielorten heuer Geburtstag feiern.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 19. Februar 2019 (02:27)

Laut wird er. Bunt wird er. Und ein bisschen gefährlich wird er auch, der nächste Theatersommer. Da locken sagenhafte Weibchen und legendäre Außerirdische. Da reiten Blutsbrüder und streiten Lieblingsfeinde. Da schmachten Liebespaare und rocken Superstars. Und da feiern so viele wie nie.

Fünf (von insgesamt 23, davon 20 allein unter dem Dach von Niederösterreichs Theaterfest) haben heuer Geburtstag. Und eigentlich noch einer mehr. Aber dort, in Berndorf , hat man schon letztes Jahr gefeiert, und zwar Saison Nummer 30.

30 werden diesen Sommer aber noch zwei andere Spielorte: die Burg in Gars , wo man seit 1989 große Oper gibt, und die Pölz-Halle in Amstetten , wo man seit 1989 großes Musical spielt.

Gefeiert wird im Kamptal mit Leonore & Florestan (Beethovens „Freiheits-Krimi“ „Fidelio“ hat am 18. Juli Premiere) und im Mostviertel mit Frank’n’Furter & seinen Gästen (Richard O’Briens Kult-Grusical „The Rocky Horror Show“ startet am 17. Juli).

"Einen Geburtstag gibt es heuer zu feiern"

Noch ein Jahrzehnt länger als in Amstetten, Berndorf (dort wird heuer ab 1. August in Ray Cooneys „Wenn schon, denn schon“ gelogen, dass sich die Ehen biegen) und Gars spielt man in Weißenkirchen . 1979, also vor 40 Jahren, feierte dort, im malerischen Teisenhoferhof, die erste Oper Premiere, im Jahr 2000 die erste Komödie. Und 2005, also vor 15 Saisonen, die ersten Wachaufestspiele unter Marcus Strahl. Der feiert heuer mit Susanne F. Wolfs „Donauweibchen“ (ab 16. Juli) Geburtstag.

Ein paar Jährchen jünger ist Bruno Max’ alljährliche Stationen-Theater-Wanderung durch den Mödling er Bunker. Seit 1999 wird dort, im Berg an der Brühler Straße, gespielt. Und heuer „wegen des großen Erfolges“ gleich wieder (scharf) geschossen, wenn Karl May ab 11. August wieder seine Silberbüchse lädt.

Und noch einen Geburtstag gilt es 2019 zu feiern. Auf der Rosenburg hat Alexander Waechter nämlich vor genau 15 Jahren seinen ersten Shakespeare gespielt. Und Nina Blum vor genau fünf Jahren ihre erste Sommernachtskomödie. Statt Woody Allen darf dort, im Theaterzelt auf der Burgwiese, heuer „Amadeus“ rocken (Premiere ist am 27. Juni).

Und was gibt’s noch im lauten, bunten und gefährlichen Theatersommer? „Sex in the Country“ im Asparn er Filmhof, „Vogelhändler“ und „Spinnenfrauen“ in Sommerarena und Stadttheater Baden , „Brüderlein“ Raimund in Gutenstein , Offenbachs „Hoffmann“ in Klosterneuburg und Kálmáns „Csárdásfürstin“ in Langenlois . In Laxenburg geht man an Bord des „Traumschiffs“, in Melk baut man „Babylon“ und in Schwechat vermietet man „Nestroys Wohnung“. In Sitzenberg verkuppelt man Hofmannsthals „Schwierigen“, in Staatz fiebert man mit dem „Graf von Monte Christo“, in Stockerau macht man sich „einen Jux“ und in Weitra lacht man mit der „Lustigen Witwe“.

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