86 neue Betreuungsgruppen für die Kleinsten. 2020 sollten 100 zusätzliche Betreuungsgruppen für Unter-2,5-Jährige geschaffen werden. Ein Großteil dieses Ziels ist bereits erreicht. 86 Gruppen wurden bereits eröffnet. Das Ziel wird daher noch erweitert: In den kommenden Jahren sollen weitere 100 Gruppen entstehen, verkündete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 21. Januar 2020 (16:10)
NÖN

Jedes vierte Kind unter 2,5 Jahren spielt und lernt aktuell in einer Betreuungsgruppe in Niederösterreichs Kindergärten. Insgesamt gibt es für die Jüngsten 444 Gruppen im ganzen Land. Um bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachzuhelfen, will das Land das Angebot nun weiter ausbauen. 

Im Rahmen des blau-gelben Familienpakets war für 2020 die Schaffung von 100 zusätzlichen Betreuungsgruppen für unter-2,5-Jährige vorgesehen. Dieses Ziel ist schneller erreicht als gedacht: „Mittlerweile sind 86 neue Gruppen bereits eröffnet", verkündete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Schon damit könnten 1.300 Kinder zusätzlich betreut werden. Das entspreche einer Steigerung von 20 Prozent. Die übrigen Gruppen, die auf das Ziel der 100 zusätzlichen noch fehlen, sollen bis Ende 2020 umgesetzt sein. 

Neues Ziel: noch einmal 100 zusätzliche Gruppen

Und weitere sind bereits geplant: In den kommenden Jahren - voraussichtlich bis 2022 - sollen weitere 100 Betreuungsgruppen entstehen, betonte Mikl-Leitner. Ihr sei es wichtig, dass sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum genug Betreuungsplätze für die Jüngsten zur Verfügung stehen. Dass das Angebot von Betreuungsplätzen auch eines der Hauptentscheidungskriterien für die Wahl des Wohnorts seien, weiß ÖVP-Bürgermeisterin Beatrix Dalos aus Biedermannsdorf (Bezirk Mödling) aus ihrer Erfahrung: "Noch bevor die Leute fragen, wie viel ein Baugrund kostet, fragen sie nach dem Kinderbetreuungsangebot."

Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen, sei deshalb eine der Hauptaufgaben der Politik, meinte Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. Die Partnerschaft von Land und Gemeinden sei dafür sehr wichtig. Aktuell laufen laut Riedl 841 Kinderbetreuungsprojekte in 308 verschiedenen Gemeinden in Niederösterreich. Darunter fallen etwa Sanierungen von Schulen oder Kindergärten sowie Neubau-Projekte.