Zwei Niederösterreicherinnen in der Regierung. Unter den zwölf Regierungsmitgliedern der Übergangsregierung sind zwei Frauen aus Niederösterreich. Brigitte Zarfl (Krems) vertritt dabei das Sozialressort und Maria Patek (Wr. Neustadt) übernimmt das Ministerium für Tourismus und Nachhaltigkeit.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Juni 2019 (13:34)
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Verkehrsminister Andreas Reichhardt, Brigitte Zarfl (Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumenten), Maria Patek(Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus), Vizekanzler und Justizminister Clemens Jabloner, Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf-Strobl, Finanzminister Eduard Müller, Bildungsministerin Iris Eliisa Rauskala, Verteidigungsminister Thomas Starlinger, Innenminister Wolfgang Peschorn, Außenminister Alexander Schallenberg und Frauenministerin Ines Stilling während der Angelobung der neuen Bundesregierung

Am Montagvormittag gelobte Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Übergangsregierung an, die bis zu den Neuwahlen im Herbst im Amt sein wird.

Brigitte Bierlein, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes, wurde von Van der Bellen als Bundeskanzlerin bestellt und mit der Regierungsbildung beauftragt. Sechs Männer und sechs Frauen bilden nun diese "Expertenregierung", zwei der Frauen kommen aus Niederösterreich. 

Brigitte Zarfl wird Sozialministerin

Die Kremserin Brigitte Zarfl übernimmt vorübergehend das Sozialressort. 1987 begann Zarfl das Studium der Ernährungswissenschaften. Bis in die späten 1990er-Jahre blieb sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität. 

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Brigitte Zarfl (Krems) wurde am Montagvormittag von Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Sozialministerin der Übergangsregierung angelobt.

Unter Eleonora Hostasch (SPÖ) kam sie als Fachreferentin für Gesundheitswesen ins Ministerium. Ab 2004 war sie in der EU-Sozialpolitik aktiv und vertrat Österreich im EU-Sozialausschuss. 2006 wurde sie zur Abteilungsleiterin und 2009 zur Gruppenleiterin und stellvertretenden Sektionsleiterin. 

Im Zuge der Zusammenstellung der Ministerliste gilt sie als parteipolitisches Signal an die SPÖ. 

Maria Patek für Nachhaltigkeit und Tourismus

1994 übernahm die gebürtige Steirerin die Gebietsbauleitung Wiener Neustadt der Wildbach- und Lawinenverbauung, ab 2002 leitete sie bundesweit die Abteilungen Wildbach- und Lawinenverbauung. Ende 2016 wurde sie zur Leiterin der Sektion Wasserwirtschaft ernannt, Mitte 2018 wurde die zweifache Mutter mit der Leitung der Sektion Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit betraut. 

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Die neue Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Maria Patek, bei der Angelobung.

Seit 2017 hat Maria Patek (verheiratet mit Psychiater Eugen Patek) auch in ihrer Heimatstadt eine Funktion, ist Vorsitzende des Umweltbeirats. „Die Zusammenarbeit mit Maria Patek im Umweltbeirat ist eine sehr gute und konstruktive“, so die Grüne Stadtparteichefin Tanja Windbüchler-Souschill, „sie hat auch ein offenes Ohr für die Anliegen der NGOs“. 

ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger sagte: „Ich wünsche der Vorsitzenden unseres Umweltbeirates viel Glück und Erfolg für ihre neue Herausforderung als Ministerin. Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine Ministerin aus Wiener Neustadt kommt – als Bürgermeister erfüllt mich das natürlich mit Stolz. So, wie ich Maria Patek kennen und schätzen gelernt habe, wird sie auch diese Aufgabe mit viel Elan, Engagement und Kompetenz bewältigen.“