FPÖ will Wohnqualität für Landsleute stärken. Zwar läuft die zweitägige Arbeitsklausur der niederösterreichischen Freiheitlichen noch bis heute Abend. Dennoch präsentierten die Klubobleute heute Mittag in Petzenkirchen (Bezirk Melk) erste Ziele für die nächsten Monate. Udo Landbauer forderte Zugangshürden für Zuwanderer und kritisierte die ÖVP. Diese reagierte prompt.

Von Anna Faltner und Melanie Baumgartner. Erstellt am 13. Februar 2019 (15:34)

Mehr Lebensqualität für Niederösterreich – unter diesem Motto hält die FPÖ gerade ihre Arbeitsklausur ab. Wer von welchen Maßnahmen profitieren soll? „Unsere jungen Landsleute haben sich mehr Lebens- und vor allem Wohnqualität verdient“, stellt Udo Landbauer, geschäftsführender Landespartei- und Klubobmann, sofort klar.

Denn genau dort, in der Wohnpolitik, bestehe eklatanter Handlungsbedarf. Konkret fordern die Freiheitlichen, dass Niederösterreichern Vorrang im geförderten Wohnbau geboten wird. Für Zuwanderer seien ein Nachweis entsprechender Deutschkenntnisse sowie ein Leistungsnachweis – sie müssen mindestens fünf Jahre in Österreich gearbeitet haben – notwendig. Darüber hinaus fordert Landbauer eine Wohnstarthilfe für Jungbürger unter 30 Jahren: „Viele Jungfamilien leben mit Existenzängsten. Wir müssen uns diesen Lebensrealitäten stellen.“

Um den Wohnbau schonend voranzutreiben, müssen aber nicht unbedingt neue Gebäude entstehen. „Immer mehr historische Gebäude verfallen und der Ortskern stirbt aus. Wir sollten die bestehenden Flächen und Gebäude revitalisieren und fördern, damit sie wieder sinnvoll genutzt werden“, betont Landbauer. Gemeinsam mit FP-Klubobmann Martin Huber appelliert er an die Mehrheitspartei, diese Vorschläge zu debattieren: „Wir müssen entsprechende Fördermaßnahmen treffen.“

ÖVP: „Wohnbaustrategie wird beste Wohnbauförderung sicherstellen“

VPNÖ-Wohnbausprecher Martin Schuster spricht sich für die neue Wohnbaustrategie aus: „NÖ ist das Bundesland mit den drittniedrigsten Mieten und während in anderen Bundesländern zehntausende auf eine geförderte Wohnung warten, sind in NÖ 850 sofort verfügbar, 34 im Rahmen der Sonderaktion Junges Wohnen. Allein 2017 und 2018 wurden 657 Wohnungen für Junges Wohnen im ganzen Land bewilligt. Diese werden laufend gebaut“.

Die neue Wohnbaustrategie verfolgt drei konkrete Ziele: Niederösterreicher haben Vorrang bei der Wohnungsvergabe, der ländliche Raum soll gestärkt werden und „Eigentum muss es leichter haben, weil es der beste Schutz vor Altersarmut ist." Sie wird außerdem die sich ändernden Lebens- und Arbeitsgewohnheiten berücksichtigen. „Die neue NÖ Wohnbaustrategie wird die beste Wohnbauförderung sicherstellen“, so Schuster abschließend.