Yspertaler Karl Moser wird neuer Zweiter Landtagspräsident

Noch bevor der Texingtaler Gerhard Karner als Innenminister angelobt worden ist, hat die Volkspartei Niederösterreich seine Nachfolge als Zweiter Präsident des NÖ Landtags geklärt. Seine Position bleibt weiterhin im Bezirk Melk.

Aktualisiert am 06. Dezember 2021 | 13:49
Lesezeit: 1 Min

Die Nachfolge des Zweiten Landtagspräsidenten Gerhard Karner aus dem Texingtal ist geklärt. Nachfolger ist der 68-jährige Yspertaler Karl Moser, womit die Position weiterhin in fester Bezirkshand bleibt. Man habe bei der Nominierung Mosers "keine Sekunde überlegen" müssen, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Er trete die Funktion "mit Zuversicht, Demut, aber auch viel Freude" an, sagte der designierte Zweite Präsident.

Moser, der bei der Landtagswahl 2023 nicht mehr kandidieren wird, wollte sich eigentlich bereits mit langsamen Schritten aus der Politik zurückziehen. So legte er 2021 die Funktion als Vizepräsident des NÖ Gemeindevertreterverbandes ebenso nieder, wie im September die Funktion als Bezirksobmann der ÖVP im Bezirk Melk. Diese Funktion hatte Moser 14 Jahre inne, seit 1993 ist Moser Abgeordneter im Landtag.

Warum er zum Ende seiner Politik-Karriere nochmals die Funktion als Landtagspräsident annahm? „Ich kann hier für die Menschen auf einer noch breiteren Basis etwas tun“, meint Moser. Für den Bezirk Melk sieht er eine weitere Aufwertung: „Jede Vertretung für den Bezirk und die Menschen in der Region ist wichtig. Wenn Entscheidungen anstehen, weiß man natürlich, woher man kommt“, sagt Moser.

Moser setzt bei der Bewältigung seiner neuen Aufgabe auf die gute Zusammenarbeit mit Landtagspräsidenten Karl Wilfing. Als Kernaufgabe sieht Moser, dass Verständnis der Demokratie wieder mehr in den Köpfen der Menschen, vor allem der Jugend, besser zu positionieren. „Die Leute laufen mit viel Zeitaufwand zu Demos und machen bei der Wahl aber immer weniger vom Wahlrecht gebrauch. Demokratie heißt Dialog. Wichtig ist auch, dass die Parteien trotz harter Auseinandersetzung vernünftig Zusammenarbeiten, meint der Neo-Landtagspräsident.