Kinder betreut durch die Familie. Laut Zukunftsmonitor NÖ wünschen sich die meisten, dass sich Eltern um Unterdreijährige zuhause kümmern.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 21. Januar 2020 (01:11)
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Maria,Carolina, Juliane und Uroma Franziska Weichhart, Politikwissenschaftler Peter Filzmaier befassen sich mitBetreuung.
Haiderer

Solange die Kinder noch klein sind, sollten sie zuhause von ihren Eltern betreut werden. Das wünschen sich drei Viertel der Befragten des Zukunftsmonitors NÖ. Und das passiert auch so. 81 Prozent der Eltern kümmern sich um ihre Unterdreijährigen.

Ganz anders sieht es aus, wenn sie älter werden. Dann überwiegt der Wunsch nach einer Betreuung durch andere. Und tatsächlich sind 69 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen in Kinderkrippen oder Kindergärten untergebracht. Dennoch gilt auch hier: „Wunsch und Wirklichkeit passen weitgehend zusammen“, so Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen.

80 Prozent zufrieden mit Nachmittagsbetreuung

Das ist aber nicht immer möglich. Manchmal muss eine andere Art der Betreuung gewählt werden, weil es keine andere Möglichkeit gibt, aufgrund der Berufstätigkeit, aus finanziellen Gründen oder weil es besser fürs Kind ist.

Geschätzt werden bei den Betreuungsangeboten in NÖ für Vor- und Volksschulkinder vor allem die Nähe zum Wohnort und dass Plätze verfügbar sind. Mit der Nachmittagsbetreuung sind rund 80 Prozent zufrieden.

Betreuung der älteren Verwandten

Wie wichtig Familie ist, zeigt die Studie im Auftrag des NÖ Familienlandes auch bei Antworten zur Betreuung der älteren Generation. 83 Prozent glauben, dass Pflege in Österreich nur funktioniert, weil Familien und Freunde zusammenhalten.

Übrigens werden in NÖ 63 Prozent zuhause gepflegt. Und wie sehen die Niederösterreicher die Finanzierung? Der Ansicht, dass jeder selbst verantwortlich ist, rechtzeitig vorzusorgen, um sich Pflege leisten zu können, stimmen nur 43 Prozent zu. 86 Prozent glauben, dass Pflege eine Aufgabe des Staates ist.

„Für 2020 haben wir das Budget um 26 Millionen erhöht“, betont Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Insgesamt investieren wir also 589 Millionen Euro in Pflege- und Betreuungszentren, in soziale und sozialmedizinische Dienste und in die 24-Stunden-Betreuung.“