Bei der Zukunft der Forschung mitreden. Forschung, Entwicklung und Technologie sind wichtig sind für die Zukunft. Das FTI-Programm (Forschung, Technologie und Innovation) des Landes wird weiterentwickelt. Dazu wird die Bevölkerung befragt. Bis 12. März kann jeder einen Online-Fragebogen ausfüllen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 13. Februar 2020 (18:23)
Um im Wettbewerb bestehen zu können und für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, braucht es Forschung, Entwicklung und Technologie. Im Bild: Martin Wagner (Leiter der Abteilung für Lebensmittelmikrobiologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien), Martina Maria Höllbacher (Abteilung Wissenschaft und Forschung), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Viktoria Weber (Vize-Rektorin der Donau-Universität Krems) und Georg Bartmann (Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie).
Christine Haiderer

Forschung, Technologie und Innovation (FTI) sind entscheidend für die Zukunft, um im Wettbewerb bestehen und die Region weiterentwickeln zu können. Vor über 25 Jahren war Niederösterreich noch ein weißer Fleck auf der Wissenschafts-Landkarte. Doch: „Wir haben es geschafft, eine tolle Wissenschafts-Achse zu schaffen: von Wieselburg, St. Pölten und Krems über Tulln und Klosterneuburg bis nach Wiener Neustadt“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Entscheidend dabei war die FTI-Strategie des Landes. Sie ist ein Leitfaden für politische Entscheidungen im Land. Auf ihrer Basis wurde das FTI-Programm für 2015 bis 2020 entwickelt. Dieses soll nun weiterentwickelt werden – gemeinsam mit Forschern und der Bevölkerung. Dazu können Interessierte auf www.noe.gv.at/wissenschaft einen Online-Fragebogen ausfüllen und verraten, wie sie Niederösterreich als Wissenschaftsstandort sieht? Welche Wünsche es an die Wissenschaft gibt? Vielleicht auch Ideen für Forschungsprojekte?

Einen weiteren Fragebogen gibt es für Wissenschaftler. Beide Ergebnisse fließen dann in die Weiterentwicklung ein. Bis Ende des Jahres soll dann das neue Programm präsentiert werden.

Die Einbeziehung aller Stakeholder schätzt Viktoria Weber, Vize-Rektorin der Donau-Universität Krems, besonders. Wie auch das Bekenntnis, Schwerpunkte bei den Themen zu setzen. Und: „Es wurde ein forschungsfreundliches Klima geschaffen.“ Stichwort: Wissenschaftspreis. Oder auch, dass ein Mensch in seiner gesamten wissenschaftlichen Laufbahn begleitet wird, vom Kindergarten bis zu Förderprogrammen für den PHD. Was das Programm noch geschafft hat? „Die Forschungseinrichtungen haben sich vernetzt und kennengelernt.“ 

Wie Weber ebenfalls bei der Entwicklung des FTI Programmes beteiligt war auch Martin Wagner, Leiter der Abteilung für Lebensmittelmikrobiologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Er schätzt vor allem die Dynamik und dass auch Wissenschaftsfelder, die nahe am Konsumenten sind, Platz finden.

Ein Programm mit Erfolg

Wie erfolgreich das Programm bisher war, zeigen die Zahlen:

  • 190 wissenschaftliche Projekte wurden mit rund 80 Millionen Euro gefördert - bei einem Gesamtvolumen von rund 360 Millionen Euro.
  • Die Forschungsquote konnte um 14,4 Prozent gesteigert werden, was der höchsten Steigerung im Bundesländervergleich entspricht.
  • Die Beschäftigten sind um 24,28 Prozent gestiegen – auf über 7.000 im Forschungsbereich.

Wichtig sei es auch, so Mikl-Leitner, die Kleinen und die Kleinsten schon früh auf spielerische Art und Weise mit der Wissenschaft zu konfrontieren. Dabei entstanden Initiativen, die toll angenommen werden, verrät die Landeshauptfrau. Wie zum Beispiel:

  • Science Fair Niederösterreich: Hier gab es 70 Forschungsprojekte zwischen Schulen und Forschungseinrichtungen.
  • Science School: Experimentieren konnten dabei rund 15.000 Kinder in Schulen.
  • Forschungsfest. Im Palais NÖ in Wien gelang es bereits, über 22.000 Kinder im Austausch mit Forschern zu begeistern.

Die Fragebögen gibt es bis 12. März auf: www.noe.gv.at/wissenschaft