Mikl-Leitner und Kurz bei "Alibaba"-Gründer. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterzeichnete am Donnerstag die Erweiterung des Partnerschaftsabkommens mit der chinesischen Region Zheijang. Gemeinsam mit Bundeskanzler Sebastian Kurz führte sie ein Arbeitsgespräch mit Gouverneur Yuan Jiajun und dem Provincial Party Secretary Jun Che. Danach kam es zum Zusammentreffen mit dem Gründer des Online-Handelsunternehmens „Alibaba“, Jack Ma.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 25. April 2019 (12:49)

Die Partnerschaft mit der Provinz Zhejiang sei auf „eine neue Ebene gehoben“ und um die Themen Technologie, Forschung und höhere Bildung erweitert worden, betonte Johanna Mikl-Leitner nach der Unterzeichnung der Erweiterung des Partnerschaftsabkommens.

Bundeskanzler Kurz zeigte sich erfreut über den guten Austausch zwischen China und Österreich und auch froh über die regionale Zusammenarbeit: „Diese Partnerschaft zwischen Niederösterreich und Zhejiang ist eine Chance für beide Regionen.“

Im Zuge der Erweiterung des Partnerschaftsabkommens wurden bereits konkrete Projekte fixiert. Als Beispiele nannte die Landeshauptfrau etwa die Zusammenarbeit der IMC FH Krems mit der Universität von Hangzhou sowie das niederösterreichische Unternehmen M-U-T (Maschinen-Umwelttechnik-Transportanlagen GmbH), das anlässlich der Reise ein Joint Research Center mit der Hangzhou Dianzi University eröffnen wird.

Arbeitsgespräch und Ideenaustausch mit Jack Ma

Gemeinsam mit Bundeskanzler Kurz besuchte Mikl-Leitner anschließend die Unternehmenszentrale der Alibaba Group in Hangzhou. Unternehmensgründer Jack Ma führte die politische Delegation höchstpersönlich durch die Schauräume, danach kam es zu einem Arbeitsgespräch. Die Landeshauptfrau zeigte sich im Anschluss daran „unglaublich beeindruckt“, Jack Ma sehe die Zukunft in der Digitalisierung und sei „einer, der vorzeigt, wie es geht, dass alle von der Digitalisierung profitieren können“.

Jack Ma sehe zudem in den Bereichen "soziale Kontakte" und "Gesundheit" wesentliche Zukunftsthemen: „Er ist einer, der weiß, wo die Trends hingehen“. Bundeskanzler Kurz bezeichnete Ma als „beeindruckenden Unternehmer: „Ursprünglich Englischlehrer, hat er eines der größten Unternehmen der Welt aufgebaut“. Ma sei ein „wichtiger Ideengeber und Partner“, so der Bundeskanzler.

Den Abschluss des Tages bildete das Wirtschaftsforum Niederösterreich-Zhejiang, bei dem sich die niederösterreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer mit rund 80 chinesischen Unternehmen aus der Region vernetzen konnten. Landeshauptfrau Mikl-Leitner dankte in diesem Rahmen den angereisten Firmen-Vertretern aus Österreich und Niederösterreich, man wolle „die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und China weiter vertiefen“.

Als exportorientiertes Land sei Österreich bestrebt, neue Partner zu finden und bestehende Partnerschaften zu vertiefen, so wie das heute Niederösterreich mit der Provinz Zhejiang getan habe, sagte Bundeskanzler Kurz im Zuge des Wirtschaftsforums.