Frauen arbeiteten in NÖ 51 Tage gratis. Mit der Aktion "Equal Pay Day" wird jährlich auf die klaffende Einkommensschere zwischen Frauen und Männer hingewiesen. In NÖ arbeiteten Frauen bis zum 20. Februar heuer gratis und verdienten im Schnitt 14 Prozent weniger als ihre männliche Kollegen. Nur Wien liege aufgrund der hohen Beschäftigung von Frauen im Öffentlichen Verkehr besser, sagt VP-Bundesrätin Doris Berger-Grabner.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. Februar 2021 (11:39)
Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck (ÖVP)
VPNÖ

Beim Thema "Gender Mainstreaming", also der Gleichstellung von Frauen und Männer, sei Niederösterreich "auf Kurs", sagt VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. Mit 12,9 Prozent Bürgermeisterinnen liegt NÖ zwar auf Platz 1 im Bundesländervergleich, bei der Einkommensschere zwischen den Geschlechtern passt dennoch mehr als nur ein Stück Papier: Bis 20. Februar arbeiteten heuer Frauen in NÖ im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen gratis. 

Auch die Frauen-Organisation "Wir Niederösterreichinnen" fordert Gleichberechtigung und gleiche Bezahlung für Frauen. „Unsere Aufgabe und unser Ziel ist es, diese Einkommensschere zu schließen. Frauen verdienen im Schnitt um 14 % weniger als Männer", sagt die Landesleiterin von "Wir Niederösterreicherinnen" und Bundesrätin Doris Berger-Grabner. Beim "Gender-Pay-Gap", also der Einkommenskluft zwischen Männern und Frauen, liegt Niederösterreich mit 51 Tage auf dem zweiten Platz. Nur Wien liege aufgrund der hohen Beschäftigung von Frauen im Öffentlichen Verkehr mit 18 Tage weiter vorne.

Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner, Landesleiterin der "Wir Niederösterreicherinnen" und Bundesrätin Doris Berger-Grabner und Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck (alle ÖVP).
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Internationaler Frauentag weist auf Anliegen hin

Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März stehen die Anliegen der Frauen im Rampenlicht. "Auch wenn wir schon viel erreicht haben, gibt es in jedem Fall noch viel zu tun. Wir sind noch nicht am Ziel und werden so lange hartnäckig, zielstrebig und mutig weiter an der Gleichstellung zwischen Frau und Mann arbeiten", sagt Berger-Grabner.

Seit Jänner: Gesetzespaket gegen Hass im Netz

Am 1. Jänner 2021 ist ein Gesetzespaket gegen Hass im Netz. Damit sollen künftig Beschimpfungen, Verleumdungen, Hetze gegen Minderheiten und andere rechtswidrige Inhalte im Internet zurückgedrängt werden. Vor allem gehe es in diesem Paket darum, schneller handeln zu können und auch mehr Handhabe gegen große Plattformen zu haben. Weiters wurde damit auch der neue Straftatbestand „Upskirting“ eingeführt. "Das alles führt zu einem stärkeren Persönlichkeitsschutz für uns Frauen“, sagt die Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck.

Frauen wie Johanna Mikl-Leitner als erste Landeshauptfrau Niederösterreichs und einzige in Österreichs, Liese Prokop als erste Innenministerin aber auch Mitglieder und Funktionärinnen der Wir Niederösterreicherinnen mit Doris Berger Grabner seien "Vorbild-Frauen" , die sich für Frauen und Frauenpolitik einsetzen, sagt Ebner. In Niederösterreich seien mehr Frauen politisch aktiv als in allen anderen Bundesländern. Die VPNÖ stellt 54 Bürgermeisterinnen, 86 Vize-Bürgermeisterinnen und 1.546 Gemeinderätinnen im Land.