Gedenken an der Todeszone nach 30 Jahren. Tschechen und Österreicher trafen einander in der Mitte der so lange Zeit unüberwindbaren Thayabrücke in Hardegg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Dezember 2019 (00:29)

Vor 30 Jahren, am 30. November 1989, hatte die tschechoslowakische Regierung den „unverzüglichen“ Abbau des Eisernen Vorhangs an der Grenze zu Österreich angekündigt. „Ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte“, sagte Außenminister Alexander Schallenberg, als er mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, seinem tschechischen Amtskollegen Tomas Petricek und Südmährens Kreishauptmann Bohumil Simek an der Thayabrücke Hardegg-Čížov zusammentraf, wo einst eine „Grenze des Schmerzes“ die Menschen trennte.

Nicht zuletzt gehe es an einem solchen Tag darum, die Bilder für die junge Generation hinauszutragen. Denn nur, wenn diese verstehe, was damals passiert ist, könne sie heute die richtigen Entscheidungen treffen, betonte Mikl-Leitner. Heute ist Hardegg, Österreichs kleinste Stadt, das Zentrum des Nationalparks Thayatal, der eng mit dem benachbarten tschechischen Nationalpark Podyjí kooperiert. Die Landeshauptfrau appellierte, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. -cr-