Drei Niederösterreicher für ÖVP im EU-Parlament. Die Volkspartei wird drei der sieben EU-Mandate mit Niederösterreichern besetzen. Weiterhin im Europaparlament sitzen werden der Listenerste Othmar Karas und der Kandidat der ÖVP NÖ Lukas Mandl. Auch der Kandidat des NÖ Bauernbundes, Alexander Bernhuber, habe den Einzug geschafft, hieß es bei einer Pressekonferenz der NÖ Volkspartei am Montag in St. Pölten.

Von Redaktion APA. Update am 27. Mai 2019 (15:40)

Niederösterreich werde mit so viele Mandataren wie noch in Brüssel vertreten sein, freute sich VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. Mandl hat auf dem fünften Listenplatz kandidiert, Bernhuber auf Rang elf. Wer ins EU-Parlament einzieht, entscheidet die Anzahl der erreichten Vorzugsstimmen. Die meisten erhielten laut Auszählungsstand Montag um 12.00 Uhr in Niederösterreich die ÖVP-Kandidaten Lukas Mandl (28.684), Alexander Bernhuber (26.115), Othmar Karas (21.461) und Karoline Edtstadler (20.594), teilte die Landtagsdirektion in einer Aussendung mit.

Mandl dankte in der Pressekonferenz für den "Vertrauensvorschuss". Der 39-jährige aus Gerasdorf (Bezirk Korneuburg) war von 2008 bis 2017 Abgeordneter im niederösterreichischen Landtag, bevor er ins Europaparlament wechselte. Entscheidungen in Brüssel hätten direkte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, betonte der 27-jährige Bernhuber. Sein Motto soll auch künftig "mehr Stammtisch und weniger Schreibtisch" sein. Der Landwirt ist als Agrarreferent im NÖ Bauernbund tätig. Seit März 2015 ist er Jugendgemeinderat in seiner Heimatgemeinde Kilb (Bezirk Melk).

Bernhuber absolvierte das Francisco Josephinum in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) und hat an der Universität für Bodenkultur Wien studiert.Zum Misstrauensantrag im Nationalrat meinte Ebner auf Nachfrage: "Staatspolitisches und verantwortungsbewusstes Arbeiten schaut in Wahrheit anders aus." Die Autorität des Bundespräsidenten werde untergraben, der sorgsame Umgang mit Mechanismen einer parlamentarischen Demokratie von SPÖ und FPÖ "aus parteitaktischen Gründen über Bord geworfen". Als "Revanche" und "aus Wut heraus" so zu entscheiden sei nicht das Richtige, "sie reden alle von Stabilität, aber machen genau das Gegenteil", meinte Ebner. Die politische Situation in Österreich zu destabilisieren, sei "mehr als verwerflich".