Hochwasserschutz trotz Corona-Einschränkungen. Nach einigen Wochen reduziertem Betrieb im Hochwasserschutz werden Instandhaltungsmaßnahmen nun wieder verstärkt aufgenommen, auch kleinere Projekte laufen weiter.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. April 2020 (11:35)
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Seit dem Jahr 2002 investierte das Land Niederösterreich vermehrt in den Hochwasserschutz von über 300 Gemeinden. Damit sich die Hochwasserschutzanlagen auch weiterhin gut bewähren, müssen diese laufend instandgehalten werden. Aufgrund der derzeit geltenden Verordnungen wegen der Corona-Pandemie liefen die Instandhaltungsmaßnahmen in den letzten Wochen in eingeschränktem Ausmaß weiter. Maßnahmen, die üblicherweise im Frühjahr ausgeführt werden, wie etwa Mäharbeiten von Dämmen oder die Räumung von Verklausungen, wurden um ein paar Wochen nach hinten verschoben. Ab sofort werden diese nun wieder gestartet. 

Stephan Pernkopf 
NLK Filzwieser

Nach Ostern soll dann auch der Baubetrieb von kleineren Hochwasserschutzmaßnahmen wieder schrittweise aufgenommen werden. Zwischen 20 und 25 geplante Maßnahmen für Gemeinden und Wasserverbände können umgesetzt werden – etwa in Grimmenstein, Drösing und Bad Fischau. Die gesamten Projekte umfassen ein Bauvolumen von rund sieben Millionen Euro.
Auch wenn die Instandhaltung in den letzten Wochen eingeschränkt gewesen sei, sei man immer bereit gewesen, wenn es um die Vermeidung potenzieller Gefahrensituationen ging, betont man von Seiten des Landes. 

„Unsere Mitarbeiter sorgen dafür, dass nach Meldungen von aufmerksamen Bürgern, wenn etwa Bäume einen Bachdurchfluss hemmen, schnell reagiert werden kann“, bedankt sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf auch bei der aufmerksamen Bevölkerung und lobt den Einsatz der engagierten Mitarbeiter. „Die Arbeiten erfolgen selbstverständlich nur unter Einhaltung der derzeit geltenden Vorschriften“, versichert Pernkopf. „Jetzt während der Corona-Krise müssen sich die Menschen darauf verlassen können, dass ihr Hab und Gut geschützt ist.“