Fokus auf Erneuerbare Energien. Laut NÖ Klima- und Energiefahrplan soll bis 2030 die aus Photovoltaik erzeugte Energiemenge verzehnfacht, jene aus Windkraft verdoppelt werden. Für den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen soll in Niederösterreich eine Art Zonierungsplan entstehen, in dem festgelegt ist, welche Flächen für Photovoltaikanlagen überhaupt herangezogen werden dürfen. Landeshauptfrau Mikl-Leitner fordert außerdem vom Bund ein differenziertes Fördermodell.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 14. Januar 2020 (15:41)
Symbolbild
NOEN, MUELLNER Werner

Es sollen Photovoltaikanlagen, die keine Flächen, also Böden, verbrauchen, mehr gefördert werden – das ist die Forderung, die VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute Vormittag vor Journalisten an die neue Bundesregierung stellte. Somit könnten etwa Photovoltaikanlagen auf Gebäuden stärker gefördert werden. Hintergrund ist der NÖ Klima- und Energiefahrplan, der Mitte des Vorjahres präsentiert wurde und die Energieziele des Landes bis 2030 festgelegt hat.

Präsentierten Details und Forderungen zur NÖ Energiezukunft: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (rechts) und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.
NLK/Reinberger

Ein Ziel ist neben dem Ausbau von Energie aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen auf 2.000 GWh Photovoltaik bzw. 7.000 GWh Windkraft etwa die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 36 Prozent. Dennoch werde es ganz ohne Photovoltaikanlagen auf Flächen auch nicht gehen, betonte Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

Riedl schätzt, dass rund 10.000 bis 15.000 Hektar Boden für solche Anlagen aufgewendet werden wird. Dazu braucht es aber eben eine Art Zonierungsplan – wie genau der aussehen wird, werde aktuell erarbeitet. Man sei hier auch von den Rahmenbedingungen im Bund abhängig, betonte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, zuständig für Energiethemen, ergänzend.

Grundsätzlich sei Niederösterreich beim Thema Energie und auch Energiesparen auf einem guten Weg, so die Landeshauptfrau. Etwa seien seit 2012 130 Millionen Euro investiert und 1.100 Energieprojekte in NÖ Gemeinden umgesetzt worden. 2020 werden allein für Energiesparmaßnahmen in Niederösterreich von Land und Gemeinden drei Millionen Euro investiert.