Klosterneuburg

Erstellt am 16. November 2018, 11:52

von Michaela Fleck

Umweltbundesamt: Umziehen oder doch noch Weitersuchen?. Während Wiens Grüne eine erste Alternative zum geplanten Umzug nach Klosterneuburg auf den Tisch legen, ist für Umweltministerin Elisabeth Köstinger der neue Standort in NÖ fix.

Umweltbundesamt übersiedelt 2023  |  APA (Archiv/Schlager)

Gesucht wird schon lange. Gestritten auch. Aber seit der Grundsatzerklärung, die der (damalige) Umweltminister, die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager vergangenen Oktober unterschrieben, war klar: Das in Wien auf mehrere Standorte verteilte und zum Teil sanierungsbedürftige Umweltbundesamt zieht nach Klosterneuburg.

Kurz bevor die neue Umweltministerin nun heute, Freitag, konkrete Pläne zum Umzug präsentierte, haben Wiens Grüne noch schnell – und erstmals konkret – eine Alternative auf den Tisch gelegt. Und zwar ein 8.100 Quadratmeter großes Grundstück im so genannten City Gate im 21. Wiener Gemeindebezirk, mit über 17.000 Quadratmetern Bürofläche und in 3,5 Jahren bezugsfertig.

"Ich freue mich über die Entscheidung"

Laut Umweltstadträtin Ulli Sima käme dieser Standort für einen Neubau des Umweltbundesamtes um eine Million Euro günstiger – allein durch standortbedingte Mehrkosten wie Fahrtkosten, Miete etc.

Umweltministerin Elisabeth Köstinger hat dem allerdings eine klare Absage erteilt. Für sie sei „der Umzug nach Klosterneuburg fix“.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Ich freue mich über die Entscheidung von Umweltministerin Elisabeth Köstinger. Derzeit befinden sich keine fünf Prozent der österreichischen Bundesinstitutionen außerhalb der Bundeshauptstadt, in Deutschland oder in der Schweiz sind es immerhin etwa 25 Prozent. Dabei geht es auch um Arbeitsplätze und Wertschöpfung für die Bundesländer.“ Niederösterreich hat eine Unterstützung des Bauvorhabens mit zwölf Millionen Euro bereits fix zugesagt