Landesrätin übt Kritik an kolportierten Corona-Zahlen. Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) hat am Samstag zur Diskrepanz zwischen Corona-Neuinfektionszahlen des Landessanitätsstabs und den von Medien kolportierten Daten des Bundes Stellung genommen.

Von APA / NÖN.at Erstellt am 17. Oktober 2020 (13:05)
Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig 
Land NÖ

Via Pressesprecher kritisierte Königsberger "die Darstellung der Zahlen aus dem Innen- und Gesundheitsministerium". So meldete am Samstag der Sanitätsstab des Landes 225 Neuinfektionen, die Bundesbehörden den Berichten zufolge 411.

Der extreme Unterschied in der Darstellung der Zahlen sei ein "Ärgernis, das zur Verunsicherung der Bevölkerung beiträgt", so der Sprecher der Landesrätin. Der Landessanitätsstab Niederösterreich melde täglich um 8.00 Uhr die korrekten Zahlen nach Wien weiter. Wie der Bund dann zu den jeweils unterschiedlichen Zahlen komme, sei zwar zum Teil durch unterschiedliche Einmeldungen der einzelnen Teststationen erklärbar, aber insgesamt "schwer nachvollziehbar".

Von den 225 durch den Landessanitätsstab gemeldeten Neuinfektionen seit Freitag in Niederösterreich würde sich der Großteil auf kleinere Cluster in Familien aufteilen, hieß es aus dem Büro von Königsberger-Ludwig. 31 neue Fälle hätten Bezug zum Schulwesen. Neuinfektionen gab es auch in drei Clustern in Pflegeheimen. In Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) stieg die Zahl von 32 auf 33, in Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) von 40 auf 41 und im Betreuungszentrum St. Peter in der Au (Bezirk Amstetten) von acht auf zwölf.