Verbale Entgleisung: ÖVP-Ehrenobmann „kaltgestellt“. Parteimitgliedschaft von ÖVP-Ehrenobmann der ÖVP Maria Lanzendorf nach neuerlicher Posting-Entgleisung ruhend gestellt.

Von Peter Gerber Plech. Update am 23. Oktober 2020 (15:11)
Erich Hempfling
Peter Gerber-Plech

Hat Erich Hempfling, Ehrenobmann der ÖVP Maria Lanzendorf, den Bogen jetzt überspannt? Nach einem Facebook-Posting, einer Antwort auf eine Mitteilung der Salzburger FPÖ-Landesobfrau Marlene Svazek mit Corona-Bezug, schlägt Hempfling heftige Kritik entgegen. Der 72 Jahre alte ex-Gemeinderat bezeichnet darin „F-ler“ – gemeint sind Mitglieder der FPÖ – als „Wahnsinnige“ und schreibt weiter: „hoffentlich erwischt es viele von diesem Gesindel“.

Niederösterreichs FPÖ-Chef Udo Landbauer bezeichnete die von Hempfling gemachten Aussagen als untragbar und forderte daraufhin einen Parteiausschluss. „Die ganze Sache ist äußerst unangenehm. Dieses Verhalten ist nicht tolerierbar“, lautete auf Anfrage der NÖN die Auskunft von Gerhard Schödinger, Bezirksparteiobmann der ÖVP Bruck an der Leitha.. „Die Parteimitgliedschaft des Funktionärs ist bereits ruhend gestellt worden. Die Bezirkspartei wird sich mit der Landespartei über das weitere Vorgehen abstimmen und eine endgültige Lösung anstreben.“ Erich Hempfling selber wollte gegenüber der NÖN keine Stellungnahme zum Fall abgeben.

Am Freitagnachmittag machte zudem eine Agenturmeldung die Runde, dass Hempfling bereits aus der ÖVP ausgetreten und einer anderen Partei beigetreten sei. „Das stimmt nicht. Und einen weiteren Kommentar gibt es von mir nicht dazu“, fiel Hempflings Reaktion aus und auch bei der ÖVP-Bezirkspartei ist ein solcher Sachverhalt nicht bekannt.

Erich Hempfling ist nicht zum ersten Mal mit seinen Äußerungen an die Adressen anderer Parteien aufgefallen. Im Jahr 2017 kritisierte er die SPÖ („die SPÖ ist überall korrupt. Warum nicht auch bei uns“ (in Maria Lanzendorf, die Red.). Und im vergangenen Juni bezeichnete er NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger in einem kurz darauf gelöschten Facebook-Posting als „Luder“.