Problemschulen: Was wird getan?. Zwei Jahre lang erhalten in NÖ 111 Schulen ein eigenes Förderprogramm.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 22. Januar 2019 (01:34)
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Symbolbild

111 Volksschulen und Neue Mittelschulen in Niederösterreich sind „Problemschulen“. Also Schulen, die 2017 bei der Überprüfung der Bildungsstandards unterdurchschnittlich abgeschnitten haben. Mindestens 20 Prozent der Kinder der jeweiligen Schule haben die Bildungsziele nicht erreicht. Nun kritisierten die NEOS, dass in vielen betroffenen Schulen bis jetzt nichts passiert sei.

„Das ist schlichtweg falsch!“, entgegnet Landesschulinspektor Rudolf Köstler. Die Fördermaßnahmen seien angelaufen. Alle Schulen werden zwei Jahre lang von einem Schulentwicklungsteam betreut. Das bedeutet: Eigens ausgebildete Berater begleiten mit der Unterstützung von Psychologen, Sozialarbeitern und Fachdidaktikern – je nachdem welcher Bereich in der betroffenen Schule erforderlich ist – die Problemschulen.

"Es gibt zu wenig Schulpsychologen und -sozialarbeiter"

Bei einem Drittel der Schulen wurde bereits mit diesen Fördermaßnahmen begonnen. Ab dem nächsten Schuljahr beginnt das nächste Drittel und 2020/2021 das letzte Drittel. Schneller geht es nicht, da die dazu benötigten Ressourcen fehlen. Denn da stimmt Köstler den NEOS zu: „Es gibt zu wenig Schulpsychologen und -sozialarbeiter, obwohl seit Jahren eine Verbesserung versprochen wird.“

Die meisten der Problemschulen werden im städtischen Bereich geortet – begründet durch die Zusammensetzung von unterschiedlichen Schülerpopulationen in den Klassen. Auch dass Eltern ihrer Kinder grundsätzlich in die AHS anstelle der Neuen Mittelschule drängen, stellt ein Problem dar.