Coronahilfe kostet schon 52 Milliarden. Bund verabschiedete 24 Pakete, Land schnürte 19 weitere. ÖVP will Überblick bieten.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:14)
Bernhard Ebner zog Bilanz über die bisher verabschiedeten Hilfspakete.
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Corona stürzte das Land in eine schwere Wirtschaftskrise. Mit vier Milliarden Euro startete der Krisenbewältigungsfonds im März. Mittlerweile kosten den Bund die Maßnahmen zur Abfederung der Covid-19-Krise 50 Milliarden Euro. Das Land nimmt zusätzlich zwei Milliarden in die Hand.

Auf den Weg gebracht hat der Bund bisher 24 Hilfspakete und -Maßnahmen. Sie reichen von der Kurzarbeit über Härtefallfonds für Selbstständige bis zur Mehrwertsteuersenkung. „Diese Summe ist nicht nur aufgrund der Menge beeindruckend, sondern auch wenn man sich vor Augen führt, dass diese Hilfen bereits 12,5 Prozent unseres Bruttoinlandproduktes betragen“, meint der Sprecher der Nationalratsabgeordneten, Andreas Hanger (ÖVP).

Online-Übersicht über Bundes- und Landeshilfen

Das Land verabschiedete ergänzend dazu 19 größere Pakete und Unterstützungsmaßnahmen. Beispiele sind ein Tourismus-Paket um 22 Millionen Euro, durch das Betriebe finanziell entlastet werden sollen. Zudem etwa ein Gemeindepaket für 836,5 Millionen Euro, das die Liquidität der Kommunen sicherstellen soll. „Das ist wichtig, denn Gemeinden sind regionale Jobmotoren und sichern durch ihre Aufträge die Betriebe und Arbeitsplätze vor Ort“, meint Bürgermeister und Bundesrat Karl Bader.

„Die Pakete sollen den Grundstein für das wirtschaftliche Comeback unseres Landes legen“, betont ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. Unter http://coronahilfen. vpnoe.at will die Landes-ÖVP einen Überblick über Bundes- und Landeshilfen bieten.

Im Herbst soll die Liste noch erweitert werden. Die Landesregierung kündigte an, über den Sommer weitere Hilfspakete zu erarbeiten.