WWF will rechtlich gegen Fischotter-Verordnung vorgehen. Der WWF hat erklärt, auf juristischem Wege gegen die von Niederösterreichs Landesregierung Ende November beschlossene Fischotter-Verordnung vorgehen zu wollen.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 16. Dezember 2019 (11:11)
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Angekündigt wurde am Montag ein Antrag auf Überprüfung der Rechtmäßigkeit durch die Naturschutzbehörde des Landes. Die betreffende Verordnung erlaubt bis 2023 unter Voraussetzungen die Tötung von 50 Fischottern jährlich.

Ziel der Überprüfung sei, "die Rücknahme der Verordnung auf dem Rechtsweg durchsetzen", wurde Artenschutzexpertin Christina Wolf-Petre in einer Aussendung zitiert. Die Landesregierung torpediere den europaweiten Schutz des Fischotters und gehe damit "aus unserer Sicht mehrfach rechtswidrig vor. Das muss Konsequenzen haben", führte Wolf-Petre weiter aus. Ein Bescheid, der die Tötung von 40 Fischottern im Bundesland erlaubt hatte, war in der Vergangenheit zwei Mal nach Beschwerde des WWF durch das Landesverwaltungsgericht NÖ aufgehoben worden.

Einmal mehr wurde von der Tierschutzorganisation auch auf eine gemeinsam mit "Vier Pfoten" an Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gerichtete Online-Petition verwiesen. Darin werde Mikl-Leitner nunmehr aufgefordert, "die umstrittene Verordnung zurückzunehmen".