St. Pölten , Österreich

Erstellt am 14. Januar 2019, 10:26

von Walter Fahrnberger

Causa Schwarz: Visitation in Gurk gestartet. In der ehemaligen Diözese des St. Pöltner Bischofs Alois Schwarz werden seit Montag die letzten zehn Jahre durchleuchtet.

„Ich stehe jederzeit für Gespräche zur Klärung zur Verfügung“, betont der St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz.  |  Erich Marschik

Nach den Vorwürfen gegen den St. Pöltner Bischof Alois Schwarz in Bezug auf die Amtsführung in seiner Ära als Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt, läuft seit Montag die von Rom angeordnete Visitation durch den Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Geprüft werden dabei auch alle diözesanen Einrichtungen.

Entgegen ersten Meldungen wird aber nicht nur die Zeit der seit Juli 2018 bestehenden Sedisvakanz nach Abgang von Bischof Schwarz nach St. Pölten, sondern die Zeit ab 2008 durchleuchtet. Unterstützt wird Lackner bei der Visitation vom Feldkircher Erzbischof Benno Elbs.

„Der Auftrag, der mir mittels päpstlichem Dekret erteilt wurde, lautet: ‚den Zustand der Diözese Gurk-Klagenfurt in Bezug auf die katholische Lehre und Leitung in Augenschein zu nehmen‘. Das heißt, die tieferliegenden Gründe, die zur gegenwärtigen Verwirrung führten, zu erforschen und dem Heiligen Stuhl zu berichten“, erklärte Erzbischof Lackner gegenüber der „Kathpress“ den Visitationsauftrag.

Bischof Alois Schwarz sieht die Visitation als starkes Instrument: „Ich habe bereits im Juli diese Prüfung eingefordert. Und ich stehe jederzeit für Gespräche zur Klärung zur Verfügung“, betont der St. Pöltner Bischof.