18 Prozent wählten ÖVP wegen Karas. Welche Rolle spielten die Spitzenkandidaten für ihre Parteien? Die Antwort auf diese Frage liefert die Nachwahlanalyse des Instituts Public Opinion Strategies von Peter Hajek, die ein deutliches Bild zeigt Bild.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 26. Mai 2019 (19:20)
APA/GEORG HOCHMUTH

Spitzenkandidat Harald Vilimsky spielte für die Wahlentscheidung eine wesentliche Rolle. Der Ybbser Othmar Karas landete als ÖVP-Spitzenkandidat hingegen nur auf Platz vier.

Die Zahlen im Detail: Für 34 Prozent der FPÖ-Wähler war Vilimsky eines der Hauptmotive, die FPÖ zu wählen. „Er konnte damit einiges für die FPÖ retten“, analysiert Hajek.

Auf Platz zwei landete Andreas Schieder. Seine Performance war für 28 Prozent der SPÖ-Wähler entscheidend dafür, ihr Kreuzerl auf dem Stimmzettel für die Sozialdemokraten zu machen. Hinter Schieder folgt Werner Kogler, der für jeden fünften Grün-Wähler eines der Hauptwahlmotive darstellte.

ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas war nur für 18 Prozent der Wähler eines der Hauptmotive, für die ÖVP zu stimmen. Hajek: „Die schwachen Werte von Karas sind auffallend.“ Geschuldet ist dieser mäßige Wert aber sicher auch dem Vorzugsstimmen-Modell der ÖVP. Mit 17 Prozent nur knapp hinter Karas landete NEOS-Spitzenkandidatin Claudia Gamon.